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Den Franzosen Frederic Dechavanne hat es von Paris tatsächlich nach Deutschland gezogen, genauer gesagt in ein kleines Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Nach diesem kleinen Kulturschock hat sich Frederic aber auf seine Wurzeln besonnen und erweckt mit seinem Projekt MAGIC MOON LANE die Musik wieder zum Leben, die er bereits Anfang der 90er Jahre in Paris aufführen durfte: Melodic Rock in der Tradition von FM, OVERLAND oder auch HOUSE OF LORDS. Zusammen mit seinem alten Freund und Gitarristen Sebastien Montet wurde "de.mo.s" (Dechavanne, Montet, Schulz) aufgeommen und MAGIC MOON LANE nahm Gestalt an. Dass die Scheibe eine Eigenproduktion ist und sämtliche Drums programmiert wurden, hört man der CD leider an allen Ecken und Enden an. Die Stücke an sich würden mit einer guten Produktion viel öfter in meinem Player laufen, doch das ist natürlich wie immer eine Geldfrage. Kompositorisch haben MAGIC MOON LANE einige gute Stücke zu bieten, die zwar nicht zu Hits werden sich aber im guten Mittelfeld platzieren. Das flotte "Taking Chances" gehört beispielsweise zu dieser Kategorie. Mit ein wenig Feinschliff könnte das zu einem coolen Kracher werden. Aber auch das passend als Einstieg gewählte "The Clock" hat viel Potenzial. Frederic hat eine angenehme Stimme, die er manchmal leider kurz überfordert und ein wenig angestrengt klingt. Hier ist zwar noch Luft nach oben, doch ich hab schon viel schlechteres von bekannten Kollegen gehört. Als letzten Anspieltipp gebe ich euch noch das atmospärisch gut untermalte "Don't Say A Word" auf den Weg, der euch vielleicht auch kurz bei Schmankerl Records vorbei führt. Gegen Ende des Albums lassen leider die Kompositionen deutlich nach und liefern wirklich nur noch Massenware, falls man das bei Melodic Rock so sagen kann. "What Your Heart Is Made Of" beispielsweise ist aber leider ehrlich so nichtssagend und 08/15 Ware, dass es mir in meinem Herzen weh tut. MAGIC MOON LANE haben noch viel Potenzial, das es zu entfalten gilt, ein halbwegs guter Anfang ist bereits gemacht.
Markus
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