|
Band: Lordi Album: Babez For Breakfast Spielzeit: 48:26 min Plattenfirma/ Vertrieb: Sony Music Homepage: www.lordi.fi VÖ: 10.09.2010 Wertung: 6,5 von 10 Seit dem Eurovision Triumph muss man LORDI eigentlich nicht mehr groß vorstellen. Geändert hat sich nicht viel. Sie rocken weiterhin hübsch maskiert durch die Gegend, immer im Kielwasser von KISS und ALICE COOPER. Selbst die Schlange im Booklet könnte glatt von COOPER's „Constrictor“ Album stammen, wenn sie auch mittlerweile altersschwach sein müsste. Apropos Booklet, ich muss dieses Mal ein Wort zum Frontcover los werden: Das ist Mist, sorry, absolut nicht mein Geschmack und sieht billig aus. Schade. Doch kommen wir zur Musik. Um eines vorweg zu nehmen: Wir werden keinen Hit a la „Hard Rock Hallelujah“ finden. Am nächsten kommen da noch der Titeltrack und die „Rock Police“ hin, bei denen LORDI einfach ihre Stärken ausspielen. Der Song „This Is Heavy Metal“ ist leider nicht, was der Titel verspricht, „Discoevil“ erschrickt mit furchtbaren Synthezizern und ödem Drumming und beim Refrain stellen sich mir die Zehennägel auf. Die Ballade „Call Of The Wedding“, bei der BRUCE KULICK (KISS) Mr. Lordi unterstützt, ist dann aber endlich wieder gut geworden. „I Am Bigger Than You“ ist etwas anders als von den Finnen gewohnt, aber einfach nur abgekupfert. Der Einstieg stammt aus dem Film „Mortal Kombat“ oder wurde von den Games beeinflusst und der industrial-angehauchte Song mündet dann in einem „Huuuhuhuuhu“-Refarin. Nicht wirklich gelungen. Auch bei „ZombieRawkMachine“ erschrickt mich die einfallslose Strophe und das „Uh, Huh, Yeah Yeah“ im Refrain. Wo sind die genialen Melodien geblieben? Ich habe das Gefühl, dass LORDI momentan einfach keine richtig geilen Songs mehr schreiben. Kurzzeitig tauchen dann wieder mächtige Riffs auf und „Midnite Lover“ zeigt neben den beiden eingangs erwähnten Songs, dass die Finnen es doch noch können. Dazu hat Legende Michael Wagener auch noch absolut sauber produziert. Sämtliche Instrumente sind perfekt abgestimmt und gemischt. Dennoch langweile ich mich bei „Loud And Loaded“ oder „Granny's Gone Crazy“ trotz der Backing Vocals von u.a. MARK SLAUGHTER. Sorry. „Babez For Breakfast“ ist ein für finnische Verhältnisse eher mäßiges Album geworden, welches zwar immer wieder tolle Partyrock-Momente bietet, jedoch auch viel Leerlauf oder Skiptasten-Futter beinhaltet.
Markus
|