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Band: Lita Ford Album: Wicked Wonderland Spielzeit: 65:35 min. Plattenfirma/Vertrieb: Ear Music/Edel Veröffentlichung: 30.10.2009 Homepage: www.litaxxx.tv oder www.myspace.com/litaford Wertung: 5 Selten hat mich die Vorbereitung auf eine Rezension so viel Zeit gekostet, wie zur neuen Scheibe von LITA FORD. Aber zu diesem Anlass habe ich mich auch eingehend mit ihrem Schaffen auseinandergesetzt und nebenbei eine schöne Zeitreise unternommen. Die Britin hatte ja in ihrer (Solo-)Vergangenheit einige Hits. Angefangen mit “Kiss Me Deadly”, “Close My Eyes Forever” (dem Duett mit OZZY OSBOURNE, beide vom Album “Lita”) bis hin zu “Black Widow”, “Shot Of Poison”, “Playin With Fire” (vom Kultalbum “Dangerous Curves”) oder “Lisa”, das sie auf dem “Stiletto”-Album ihrer Mutter widmete. 1995 aber erschien mit “Black” ihr bis dato letztes Album, welches nicht an die Erfolge der Anfangsjahre anknüpfen konnte. Daraufhin kehrte sie der Musik den Rücken und konzentrierte sich auf ihre Familie. Und zusammen mit Ehemann Jim Gillette (NITRO) sind die 15 Stücke auf ihrem neuen Album “Wicked Wonderland” entstanden. Neben dem Songwriting übernahm Gillette auch einige Vocalparts und war neben Lita und Greg Hampton (auch für Bass und Rhythmusgitarre zuständig) auch Produzent. Ein echtes Familienalbum sozusagen. Nun sind 15 Songs in 14 Jahren nicht gerade viel, aber wie Lita selbst verkündete, sprudelten diese so aus ihnen heraus, dass teilweise schon nach sage und schreibe 10 Minuten ein kompletter Song fertig war. Im Info ist die Rede von Hardrock der alten Schule in Verbindung mit starken Metaleinflüssen. Also ab mit der Silberscheibe in den CD-Player im heimischen “Musikzimmer”. Ganz unvorbelastet war ich aufgrund des Vorabtracks “Crave” zwar nicht, aber ich habe diesen Song einfach mal als Vorboten angesehen, der nicht für das gesamte Album sprechen kann. Und genau das unsägliche “Crave” macht auch auf dem Album den Anfang – insgesamt erinnert mich die Nummer an die ganzen Hüpftölen, die sich mit Protools ihr Soundgebräu aus gefühlten hunderten Stilen zusammenbasteln. Aber auch der folgende Song “Piece (Hell Yeah)” schlägt in die gleiche Kerbe. Etwas verwirrt mal die Skiptaste betätigt, aber schön langsam beschleicht mich die Gewissheit, dass dieses Comeback nicht sonderlich toll ausfallen könnte. Kurz gesagt überzeugt mich kein einziger Song auf “Wicked Wonderland”, und warum die letzten beiden Nummern als Bonustracks gekennzeichnet sind, erschließt sich mir auch nicht, denn anders, besser oder schlechter sind “Garden” und “Push” auch nicht. Unterm Strich ist der Opener “Crave” sogar das beste Stück dieser Platte und jetzt bekommt Lita´s Aussage mit den 10 Minuten von vorhin eine neue Bedeutung. “Wicked Wonderland” bestätigt wieder einmal, dass es nur wenigen Künstlern gelingt, nach so langer Zeit/Abstinenz ein überzeugendes Produkt an den Fan zu bringen. Und wo sich einstige Heroen wie METALLICA heute schwer tun, ist auch für LITA FORD das Ende der Fahnenstange erreicht. Zumindest für dieses Album. Stefan
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