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Band: Kreator Album: Hordes Of Chaos Spielzeit: 38:27 min Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/SPV Homepage: www.kreator-terrorzone.de Wertung: 9 von 10 Vor mittlerweile 4 Jahren haben KREATOR mit ihrem Meisterwerk „Enemy Of God“ und dem Vorgänger „Violent Revolution“ fast schon ein Thrash-Metal Revival eingeläutet. Viele andere Bands haben versucht diese Klasse zu erreichen und keine hat es geschafft. Und die Ruhrpottler um Frontmann Mille Petrozza haben glücklicherweise nicht mal schnell ein neues Album auf den Markt geworfen, sondern sich ordentlich Zeit gelassen. Während „Enemy Of God“, hätte es uns vor 4 Jahren bereits gegeben, die volle Punktzahl abgeräumt hätte und an die Spitze unserer Hall Of Fame gerauscht wäre, tut sich „Hordes Of Chaos“ etwas schwerer. Die Produktion hat genau so viel Power, obwohl sie back to the roots ging, im Klartext wurde diesmal alles live im Studio eingeholzt (wie anno 86 zu „Pleasure To Kill“-Zeiten) und auf digitale Hilfsmittel weitgehend verzichtet. Auch der Titeltrack rammt wieder alles in Grund und Boden, was da so an Thrash-Metallern sonst noch rumkreucht. „Warcurse“ setzt sogar noch einen drauf und „Escalation“ wildert zwar mehr im Midtempo, bietet aber auch hervorragendes Headbang-Muskelkater-Futter. „Amok Run“ beginnt mit einem ruhigen Intro und nimmt das Tempo erstmal ordentlich raus. Ein Punkt für die Abwechslung. Allerdings ist der Amoklauf kompositorisch eher durchschnittlich. „Destroy What Destroys You“ ist dann typisch KREATOR geworden und hätte sowohl auf „Enemy Of God“ wie auch auf „Violent Revolution“ gepasst und keiner hätte es gemerkt. Doch dann geht „Hordes Of Chaos“ etwas die Luft aus. „Radical Resistance“, „Absolute Misanthropy“ und „To The Afterburn“ setzen fast schon zu sehr auf die Trademarks, mit denen die Band groß geworden ist, und ich habe ständig das Gefühl, das so ähnlich schon mal auf einem der Vorgängeralben gehört zu haben. „Demon Prince“ kann dann wieder einiges retten, besonders das geniale Gitarrensolo, und lässt mich abschließend doch mit einem breiten Grinsen zurück. „Hordes Of Chaos“ hat wieder alles, was ich an KREATOR liebe und wenn es auch nicht zur vollen Punktzahl gereicht hat, der erste Anwärter auf das Album des Jahres kommt aus dem Pott.
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