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Band: Kiske – Somerville
Album: Kiske – Somerville
Spielzeit: 52:15 min
Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records
Veröffentlichung: 24.09.2010
Homepage: www.michael-kiske.de
WERTUNG: 9 von 10
Und wieder ein neues Projekt aus dem Hause Frontiers. Ganz in ihrer Tradition brachte man wieder Ausnahmekünstler zusammen um etwas Großes zu schaffen. Dieses Mal sind es Michael Kiske (HELLOWEEN, PLACE VENDOME) und die amerikanische Sängerin Amanda Somerville bekannt durch ihre Beiträge auf den AVANATASIA Scheiben oder durch das Duett mit Ralf Scheepers auf der letzen PRIMAL FEAR Scheibe „16.6“. Das Projekt der beiden, wie auch ihr Album. ist ganz einfach mit KISKE – SOMERVILLE betitelt und soll uns laut Labelinfo ein weiteres Highlight am diesjährigen Melodic Rock Himmel bescheren.
Ob das stimmt, werden wir ja noch herausfinden.
Zuvor sei noch die Mannschaft um diese beiden Gesangswunder vorgestellt. Am Bass hätten wir Mat Sinner (PRIMAL FEAR, SINNER, VOODOO CIRCLE), Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR) und Sander Gommans (AFTER FOREVER) an den Gitarren, in die Tasten haut Jimmy Kresic (VOODOO CIRCLE) und als Schlagwerker konnte Ali Ramy (EVIDENCE ONE) gewonnen werden. Das Songmaterial stammt größtenteils aus der Feder von den eben erwähnten Mat Sinner und Magnus Karlsson, aber auch Mr. Sommerville herselfs hatte dort ihre Finger im Spiel.
Nun wenden wir uns aber der Musik zu und finden heraus ob wir hier einen weiteres großartiges Projekt im Melodic Rock Sektor haben.
Los geht es mit „Nothing left to say“ Ein flotter Rocker der zum größten Teil von Michael Kiske gesungen wird. Nur in den Refrains bekommt er Unterstützung von seinem weiblichen Gegenpart Amanda. Wie ich finde ein klasse Einstieg in die Platte, die gleich zeigt was einen hier erwartet.
Zu dem nun folgenden „Silence“ wurde auch ein Videoclip gedreht, welchen man auf der oben angegebenen Seite bewundern kann. Hier wird uns eine Melodic Metal Ballade feinster Güte präsentiert. Eingeleitet und schön hinterlegt von Jimmy Kresic‘s Keyboardspiel. Der gefühlvolle Gesang von Michael und Amanda, die sich dieses Mal die Gesangparts besser aufteilen, erzeugen eine schöne verträumte Stimmung. Ein Track einfach zum dahinträumen und dahinschweifen. Klasse!
Der nächste Videoclip Track erwartet uns mit dem folgenden „If I had a wish“. Nach den ruhigen Tönen zuvor wird hier wieder mehr Gas gegeben. Das Keyboard kommt wieder in den Hintergrund und die Gitarrenriffs und pumpende Bassanschläge übernehmen wieder das Kommando. Ein flotter melodischer Rocker der eigentlich für die dürstenden Hörer keine Wünsche offen lässt. Knackige Riffs, klasse Gesang und ein catchy Chorus. Melodic Metal Herz was willst du mehr?
In die gleiche Gerbe schlägt das folgende „Arise“. Ein Track der auch von dem schönen Wechselgesang von Amanda und Michael lebt. Die Mannen an den Instrumenten machen hier übrigens, wie auch bislang, einen hervorragenden Job. Mat Sinner’s Bassspiel ist immer wieder ein Hörgenuss und man erkennt es wirklich sofort. Die Gitarrenfraktion begeistert uns hier auch mit ein paar schönen Soli, so dass alles im grünen Bereich ist.
Gesanglich Oberwasser bekommt Michael Kiske wieder beim 6. Track „Don’t walk away“. Mit seinem Gesang trägt er die Strophen bis Amanda Somerville ihm beim Chorus begleitet bzw. den Gesang teilweise übernimmt. Ansonsten ein eher unspektakulärer Track der aber wie alles bislang gut gemacht ist.
Track 8 „Rain“ ist eine Melodic Metal Ballade ähnlich wie „Silence“, vielleicht mit ein bisschen mehr Druck gespielt und nicht ganz so verträumt. Mir gefällt diese Variante noch ein bisschen besser und ich muss hier auch mal die gesangliche Leistung beider Hauptprotagonisten ansprechen. Diese ist auf einem sehr hohen Level und überzeugt. Dieses Duett war wirklich längst überfällig!
Im letzten Drittel der Scheibe servieren uns die zwei Gesangstalente mit „Devil in her Heart“ noch mal eine richtige Perle. Ein etwas schleppender Midtempo Track der über einen absoluten Earcatcher Chorus ausgestattet ist, den man so schnell nicht wieder aus dem Kopf bekommt. Klasse! So etwas im Schlussteil zu bringen, sagt viel über die gesamte Platte aus.

Anspieltipps:

Auch hier gibt es wieder eine Menge zu nennen. Die Balladen „Silence“ oder „End of the Road“, oder die flotten Rocker „ If i had a Wish“ und „Arise“ sollte ihr euch als Höreindruck auf jeden Fall reinziehen.

Fazit :

Nun der Monat September ist ein ganz starker Monat bei Frontiers. Mit dem ebenfalls bei uns besprochenen Debüt von ISSA und der hier vorliegenden Kooperation von zwei so außergewöhnlichen Sängern, liefert das italienische Label richtig guten Stoff für das Melodic Metal Herz. Der arme Geldbeutel!
Das selbstbetitelte Debüt von Michael und Amanda ist wirklich super gelungen und ein Fest für alle Melodic Metal Jünger. Von mir gibt es hier eine ganz klare Kaufempfehlung und satte 9 Punkte für diese klasse Scheibe.

Trackliste:

01. Nothing Left To Say
02. Silence
03. If I Had A Wish
04. Arise
05. End Of The Road
06. Don't Walk Away
07. A Thousand Suns
08. Rain
09. One Night Burning
10. Devil In Her Heart
11. Second Chance
12. Set A Fire (Bonus track)

Julian

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Band: Michael Kiske
Album: Past In Different Ways
Spielzeit: 52:50 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Homepage: www.myspace.com/mkiske
Wertung: 7 von 10
Wer hätte das gedacht: MICHAEL KISKE kehrt zurück zu seinen Wurzeln und zeigt uns seine Vergangenheit aus heutiger Sicht. Genauer gesagt hat sich der ehemalige HELLOWEEN-Shouter noch einmal zehn Songs aus seiner Ära bei den Kürbisköpfen vorgeknöpft, um sie komplett umzukrempeln und sie frisch poliert im akustischen Gewand darzubieten. Dabei kommen Songs von den beiden legendären Keeper-Alben über „Pink Bubbles Go Ape“ bis hin zu „Chameleon“ zum Zuge und geben zum großen Teil auch ein gutes Bild ab. Leider kann ich mich bis heute noch nicht mit der unsäglichen „Chameleon“-Veröffentlichung anfreunden, dadurch sind mir bis dato Songs wie „I Believe“, „In The Night“ oder „Longing“ etwas fremd und laufen auch akustisch nicht so recht rein. Punkten kann KISKE allerdings durch superbe Versionen von „We Got The Right“, „Your Turn“ oder „A Little Time“. Auch der neue Song „Different Ways“, der diesem Longplayer obendrein spendiert wurde, klingt etwas zwiespältig und will sich nicht so recht im Gehörgang einnisten. Der Sinn einer solchen Veröffentlichung sei einmal dahingestellt, Fakt ist, dass MICHAEL KISKE laut eigenen Angaben jetzt endgültig mit seiner Vergangenheit abschließen konnte und die allgemeine Weltuntergangsstimmung, die nicht erst kurz vor dem Ausstieg KISKE´s bei HELLOWEEN herrschte, vielleicht ein wenig in den Hintergrund gerutscht ist. Denn meistens können nur zufriedene Musiker auch ordentliche Arbeit abliefern. Bleibt also zu hoffen, dass uns der begnadete Sänger auch in Zukunft mit Projekten wie PLACE VENDOME oder vergleichbarem erfreuen wird und so der Rock-Welt ein Stück weit erhalten bleibt. „Past In Different Ways“ ist nicht essentiell, aber eine interessante Aufarbeitung alter „Hits“.
Stefan

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