|
Band: King Kobra Album: King Kobra Spielzeit: 51:40 min Plattenfirma: Frontiers Records Veröffentlichung: 15.04.2011 Homepage: www.myspace.com/kingkobrarocks Wertung: 9 von 10 Leider bin ich zu jung um die alt ehrwürdigen KING KOBRA richtig zu kennen. Nun das wird sich jetzt zum Glück ändern! Denn die Altmeister sind mit einem selbstbetitelten Werk zurück und haben sich fast im Original Line Up wiedervereinigt. Viel habe ich bislang über die Band gelesen, nun kann ich mich von der klanglichen Qualität selbst überzeugen. Aber eins nachdem anderen. Vor der Belohnung wurde nun mal die Arbeit gestellt und somit müssen wir uns erstmal durch die obligatorischen Fakten durcharbeiten. Gegründet im Jahre 1984 durch Carmine Appice (VANILLA FUDGE, ROD STEWART, OZZY OSBOURNE) in Los Angeles veröffentlichten KING KOBRA ihr Debütalbum 'Ready to Strike' 1985 und 1986 dann das bisher letzte Album 'Thrill of a Lifetime'. Zusammen mit Carmine Appice bildeten damals, die vier bisher unbekannten Musiker, David Michael-Philips (Gitarre), Mick Sweda (Gitarre), Johnny Rod (Bass) und Mark Free (Gesang) die Bandbesetzung. Ab dem Jahre 1988 gingen die Jungs aber allesamt getrennte Wege um sich anderen Bands (z.B UNRULY CHILD, W.A.S.P oder LIZZY BORDEN) anzuschließen. Ein kleiner Zeitsprung ins Jahr 2010, die Band findet fast vollständig in der damaligen Besetzung wieder zusammen und man beschließt wieder gemeinsam auf die Musikbühne zurück zukehren. Eine kleine, aber stimmgewaltige Änderung gibt es aber. Für Mark Free (der mittlerweile Marcie Free heißt) übernimmt der Göttersänger des Rocks Paul Shortino (ROUGH CUTT, QUIET RIOT) den Gesangsposten. Und das meine ich genauso wie ich es sage, der Mann ist eine absolute Bereicherung und veredelt die Platte mit seinem Gesang, das schon mal vorweg. Aber nun wenden wir uns mal dem musikalischen zu. Der Einstieg könnte mit „Rock this House“ nicht besser gewählt sein. Einen derart energiegelandene geilen Opener habe ich in der letzten Zeit nicht gehört. Neu Sänger Paul röhrt wie ein Wahnsinniger ins Mikro, Gründer und Schlagwerker Carmine drischt auf seine Felle ein als gebe es kein morgen mehr und die Riffs kommen direkt und klar durch die Boxen. Ein absolut geiler mitsingbarer Chorus rundet das Ganze ab, was soll ich sagen eine astreine Nummer. Perfekt Jungs! Die nächste Nummer die richtig geil aus den Boxen dröhnt ist „Live Forever“. Es geht ein bisschen ruhiger zu Werke, was der Qualität des Songs aber absolut nichts macht. Der ausdrucksstarke Gesang von Paul, das verträumte Gitarrenspiel und das plötzliche Umschalten beim Chorus zu krachend und eingängig sind die Hauptmerkmale dieser ebenfalls wieder hochkarätigen Nummer. Die dezent eingesetzten Keyboards verpassen dem Song auch etwas ganze eigenes. Sehr schön! Das folgende „Tear down the Walls“ ist dann wieder ein Heavy Rock Stampfer erster Güte und lädt mit seinem Rhythmus zum mitgehen ein. Beim Chorus wird auf Mehrstimmigkeit gesetzt, was der Nummer noch mehr Druck verleiht. Steht den anderen Tracks in nichts nach. Bei „This is how we roll“ präsentiert man uns ein bisschen Liveatmosphäre die dem Track aber sehr gut zu Gesicht steht. Das Ding dürfte live wirklich richtig gut zünden, da kann man sich bei so einem massenkompatiblen Chorus absolut sicher sein! Coole Nummer. Jetzt muss ich mich aber ein bisschen sputen, sonst sprengt die Rezi hier alle Längen : - ) . Erwähnen muss ich aber auf jeden Fall noch das starke „Midnight Woman“ und das groovende „Top of the World“. Beide gehen übelst nach vorne und begeistern mit ihren mitreißenden Rhythmus, Melodien und Chören. Klasse Nummer! Sehr schön abgeschlossen wird das Comeback Album von KING KOBRA mit der gefühlvollen Halbballade „Fade Away“. Paul zeigt auch hier das er zu sehr gefühlvollem Gesang in der Lage ist und nicht nur die Power beherrscht. Ein ganz starker Abschluss!
Anspieltipps:
Einige richtig geile Tracks kann ich euch hier nennen. Da wäre der Opener “Rock this House”, das gefühlvolle “Live Forever”, das mit seiner Liveatmosphäre überzeugende “This is how we roll” und das starke “Top of the World”.
Fazit :
Wie schon erwähnt KING KOBRA habe ich leider nicht mehr mitbekommen. Nun bin ich sehr froh, das sie noch einmal einen Versuch gewagt haben und ich in den Genuss ihrer selbstbetitelten Comeback Scheibe gekommen bin! So stark hätte ich sie mir nicht vorgestellt. Die versammelten Songs haben alle ein sehr hohes Level und man merkt den Jungs ihre wiedergewonnen Spielfreude wirklich an. Ein großer Pluspunkt und eines der Highlights der Platte ist natürlich der Gesang von Neu Fronter Paul Shortino. Der Mann hat eine Power und eine Klasse in seiner Stimme, der helle Wahnsinn! Ich empfehle das Album jedem der mal wieder richtig guten Heavy Rock hören möchte und die alten Fans müssen die Scheibe eh haben! Aus dem Stand perfekte 9 Punkte und den Einzug in unsere Hall of Fame, sehr gut gemacht Jungs!
Trackliste:
01. Rock This House 02. Turn Up The Good Times 03. Live Forever 04. Tear Down The Walls 05. This Is How We Roll 06. Midnight Woman 07. We Got A Fever 08. Top Of The World 09. You Make It Easy 10. Crying Turns To Rain 11. Screamin' For More 12. Fade Away
Julian
|