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Ab sofort präsentieren wir jeden Montag ab
20.00 Uhr ein redaktionell geprüftes Album mit 3 Songs beim Internet Radio
www-rock-schmiede.de.
DJ Oldwoodstock wird euch außerdem mit weiteren Schmankerln einheizen.

Flyer-Paranoid

Außerdem gibt es jeden Mittwoch ab
 20.00 Uhr einen von uns ausgewählten Song aus einem brandaktuellen Album auf
www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

Kellner_-_The_Road_Sessions

Band: Kellner
Album: The Road Sessions
Spielzeit:: 51:13 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Südpolrecords/Rough Trade
Homepage: www.kellner-music.de
VÖ: 28.03.2011
Wertung: 8,5 von 10
Ihr werdet euch sicher fragen, ob wir bei rockingboy.de nun völlig verrückt geworden sind. KELLNER sind doch astreine Popmusik und haben mit Rock nichts am Hut. Richtig. So wirklich gehören KELLNER wirklich nicht unser Portfolio. Allerdings bin ich der Meinung, dass wir auch über den Tellerrand hinaus sehen sollten und wenn solche Talente wie Matthias Kellner und seine Jungs in Deutschland schon vorhanden sind, so soll es auch wirklich jeder (oder fast jeder) erfahren. Denn mit der Dieter-Bohlen-verseuchten Popmucke, die man so oft leider in den Radiosendern der Republik hören muss, haben KELLNER absolut gar nichts zu tun. Eher mit dem gefühlvollen Songwriting ihres Freundes JAKE ROEDER, den ich ja auch bereits an anderer Stelle euch vorgestellt hab. „The Road Sessions“ starten dann auch mit einem ordentlichen Paukenschlag, von wegen Intro oder so, pah, KELLNER legen mit „Quotation Marks“ gleich richtig los und schon nach den ersten Takten hat mich die soulige Stimme von Frontmann Mathias in den Bann geschlagen. Das ist einfach ein Hit. Und keine Spur von Weichspülgedöns, herrlich. Solche Lieder gehören ins Radio und auf Dauer-Airplay. Basta. Das fröhliche „The Glow“ kommt zwar mit Allerwelts-Nanana um die Ecke, macht aber wirklich Lust auf den Sommer. Etwas nachdenklicher tönt dann der „Doomsday Waltz“ aus den Boxen. Ich hätte solch einen Song eher am Ende eines Albums erwartet, aber schön, dass KELLNER eben nicht den Erwartungen entspricht. „Baptistina“ kann ich nur mit ein paar wenigen Worten treffend beschreiben: Der Sommerhit des Jahres 2011. Was für eine Melodie, was für ein Groove, pure Lebensfreude. Um ehrlich zu sein, kann KELLNER diesen Song danach nicht mehr toppen, was aber nicht negativ gemeint ist. Während „By Now“ und „Sloop“ gut, aber nicht überragend sind, ist „Goodfellas“ ein Traum geworden. Selten wurde so gefühlvoll und intensiv über die Mafia gesungen. Gegen Ende der Scheibe flacht das Album zwar ein wenig ab („Dracu(lalala)“ ist wirklich so schwach, wie sein Titel vermuten lässt), doch wenn „The Road Sessions“ als ganzes betrachtet, haben wir ein wirklich hervorragendes Popalbum, welches die internationale Konkurrenz vor Ehrfurcht erstarren lassen könnte. Oder zumindest Respekt einflösst. Also liebe aufgeschlossene Rockingboy-Leser, tut euch einen Gefallen, saust zum nächsten Plattenhändler und hört bei KELLNER rein. Oder noch besser: Geht zu einem Live-Konzert. Deutschland hat eben viel mehr zu bieten als DSDS und seine schlimmen Auswüchse, und das ist gut so.
Markus

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