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Band: Joey Summer Album: Written On The Horizon Spielzeit: 49:44 min. Plattenfirma/Vertrieb: Avenue Of Allies/H´art Veröffentlichung: 18.06.2010 Homepage: www.joeysummer.com oder www.myspace.com/joeysummer2009 Wertung: 8 von 10 JOEY SUMMER ist ein Sänger, Gitarrist und Songschreiber aus Brasilien (nicht zu verwechseln mit Joey Summers, Bassist bei REDLIGHT ATTRACTION), der schon mit Projekten wie KARMA oder ARENA Ausrufezeichen auch jenseits der Landesgrenzen setzen konnte. Sein Debütalbum “Nascer” sang er noch in portugiesisch ein, sein neuestes Werk “Written On The Horizon” ist aber gänzlich in englisch gehalten. Internationale Schützenhilfe hat Joey dabei von Größen wie Göran Edman (STREET TALK, GLORY. u.m.), Frederik Bergh (STREET TALK), KEE MARCELLO (Ex-EUROPE) und Michael Müller (JADED HEART) bekommen. 7 der 11 Stücke hat Joey entweder selbst oder in Zusammenarbeit mit Keyboarder Daniel Lamas komponiert, der Rest stammt von den eben schon erwähnten Herrschaften und Michael Bormann (Ex-JADED HEART). Kommen wir aber zuerst zu den eigenen Stücken auf “Written On The Horizon”: Los geht die Reise mit “Rise Up”, einem tollen Midtempostampfer mit einprägsamen Chorus. Track Nr. 3 ist der Titeltrack dieses Werkes, ebenso im mittleren Tempo gehalten, erneut mit schönem Refrain. “It´s Only Your Love” und “I´ll Never Be Alone Again” sind 2 Balladen, die sich durch gefühlvolle Arrangements auszeichnen – dazwischen platziert der Rocker “Lorea”: ein Ohrwurm, geil! Zum Ende hin serviert uns Herr Summer noch “Beating” und “Brand New Day”, ebenfalls 2 gelungene, rockige Stücke. Soweit also alles im grünen Bereich, sehr sogar. Kommen wir aber nun zu den 4 gecoverten Nummern: Gleich an zweiter Stelle schallt uns eine bekannte Keyboardmelodie entgegen, die sich gekonnt aufbaut und nach einiger Zeit mit einem Killerriff in einem mächtigen Chorus gipfelt: “Anymore”, seinerzeit von JADED HEART auf ihrem “Trust”-Album veröffentlicht. Das Manko ist nur, dass dieses Stück wirklich nur nachgespielt wurde und keinerlei Eigeninitiative zeigt. Da ändert auch JADED HEART-Basser Michael Müller als Gastmusiker nichts. Ein wenig anders sieht es mit den beiden STREET TALK-Nummern “Don´t Believe” und “Tables Turning” aus. Hier sind die Trademarks eines JOEY SUMMER besser zu erkennen. Das abschließende “Rough Ride To Paradise” ist mir im Original von Kee Marcello (erschienen auf dem 1995er Album „Still Shining“) leider nicht bekannt, somit lasse ich hier meinen Senf mal weg – cooler Song. “Written On The Horizon” zeigt einen hochtalentierten Musiker, der zusammen mit seiner Band (Danial Lamas [k.], Markcelli [b.] und Renan Martins [d.]) ein hervorragendes Melodicrockalbum gezaubert hat, nur wurde für meinen Geschmack die ein oder andere Cover-Nummer zuviel verwendet. Und wenn man jetzt unbedingt noch meckern soll, dann würde ich sagen, dass der Sound etwas druckvoller hätte ausfallen können. Trotzdem bleibt als Fazit nur eine eindeutige Kaufempfehlung, der Juni ist bei Avenue Of Allies wirklich ziemlich heiß, denn neben JOEY SUMMER sind auch WHEELS OF FIRE und ANGELINE klasse Platten, die es definitiv in Euer CD-Regal schaffen sollten. Stefan
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