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Endlich hat J.R. BLACKMORE, der definitiv das Talent von seinem berühmten Vater geerbt hat, wieder ein Album eingespielt, das mehr als nur tolle Instrumentalmusik zu bieten hat. Denn wie der Zusatz "& Friends" vermuten lässt, haben sich auf "Voices" eine ganze Reihe hochkarätiger Gastsänger eingefunden. Neben dem grandiosen Oliver Hartmann (AT VANCE, HARTMANN, AVANTASIA, ECHOES, etc) zählen ein mindest ebenso toller Michael Bormann (JADED HEART, CHARADE, THE SYGNET, BISS, etc.) sowie Markus Engelstädter (Musicalsänger und solo unterwegs), Cathrine Jauer, Dave Esser und Ela dazu. und alle drücken ihrem Album ihren eigenen Stempel auf. Allerdings ist das Grundgerüst immer das tolle virtuose und feinfühlige Gitarrenspiel von J.R. BLACKMORE. Und so kommen mir beim Opener "Voices", intoniert von Herrn Engelstädter Erinnerungen an die orientalischen Momente von KAMELOT auf, beim folgenden "Guardian Angel", das zu meinen absoluten Lieblingsstücken auf dem Album zählt, kommt nicht nur auf Grund des Gesangs von Oliver Hartmann AT VANCE in den Sinn. Michael Bormann beweist bei dem speedigen "Beethoven" seine rauhe Seite, auch hier ist Mitrocken angesagt, allerdings sind die Lyrics schon etwas strange, vielleicht kenne ich nur Beethoven nicht gut genug, um das beurteilen zu können, hihi. Die mir bisher völlig unbekannte Cathrine Jauer liefert beim nun folgenden "Destructive Mania" ebenfalls eine verdammt ordentliche Leistung ab, Hut ab. Für alle Balladenfans gibt es mit "Incomplete" die volle Ladung und auch "Devil In Disguise" gefällt mir wieder. Handwerklich ebenfalls gut, treffen die nächsten drei Songs "Jekyll & Hyde", "Victorious" (böse gesagt, der schwache Zwillingsbruder von "Voices") und "Nanshu" dann leider nicht wirklich meinen Geschmack. Man kann es eben nicht jedem Recht machen. Das einfacher gestrickte "We Are Rock 'N' Roll" gefällt mir besser, reisst aber auch keine Bäume mehr aus. Daher bleiben meine sämtlichen Anspieltipps auch in der ersten Hälfte des Albums versteckt, neben "Guardian Angel" noch "Destructive Mania" und "Voices". Träumerisch beendet das Instrumentalstück "Dreams" ein wirklich gelungenes Album zwischen Hardrock und Melodic Metal und sollte hoffentlich nicht nur in Deutschland zu einem Erfolg werden. Zu wünschen wäre es sicherlich.
Markus
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