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Zugegeben, ich bin kein großer Fan von den ganzen melodischen Power Metal Combos, die mit ihren Hasenfickgalloprhythmen, fast schon Kastratengesang, ausgelatschten Melodien und Diabetes verursachenden Keyboardtunes die Szene überfluten. Das es anders geht beweisen Gruppen wie HELLOWEEN, GAMMA RAY und BLIND GUARDIAN zu genüge und lassen mich immer wieder aufhorchen und neue Hoffnung schöpfen, dass es durchaus auch kompetente und qualitativ hochwertige Formationen in diesem Genre gibt. Fast hätte ich eine weitere, positive Ausnahmeerscheinung sträflich vernachlässigt! Die hanseatischen IRON SAVIOR. Das Raumschiff dockt inzwischen zum siebten Mal an und jedes einzelne Crewmitglied beweist, dass Power Metal alles andere, als den zumeist klebrigen Einheitsbrei, beinhalten muss. Auf die Bandhistory werde ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen, da diese wohl schon bekannt sein sollte. In der Bandkonstellation gab es eine Veränderung. Bassist Yens Leonhardt wurde durch den ehemaligen MASTERPLAN Tieftöner und Rückkehrer, Jan S. Eckert, ersetzt.
IRON SAVIOR bestehen Anno 2011 aus: Piet Sielck : Gesang und Gitarre Jan S. Eckert: Bass Joachim Küstner: Gitarre Thomas Nack: Schlagzeug Drums
Der Kommander und seine Boardbesatzung begeben sich, auf ihrem inzwischen siebten Langeisen „The Landing“, auf eine kleine Zeitreise, ohne den Blick für die Gegenwart zu verlieren. Teilweise erinnert mich der Longplayer an so grandiose Outputs wie BLIND GUARDIAN's „Follow The Blind“ oder auch „Nightfall In Middle-Earth“. Die Band klingt sehr gewachsen und führt genau das fort, was sie schon auf dem Vorgänger zelebriert hat, nämlich klassischen, kraftvollen Power Metal, mit einem feinen Gespür für tolle Melodien, aufwendig in Szene gesetzten Chören, eingängigen Refrains, einem hervorragenden, vom Einheitsbrei abgrenzenden, Gesang und einer satten Portion heavyness. Dabei decken sie das ganze Portfolio von Speed Nummern, den obligatorischen Balladen bis hin zu episch arrangierten Nummern ab. So manches mal bricht die Band aus dem typischen Korsett aus und lässt ihre Vorliebe für klassischen, teutonisch und britisch eingefärbten Metal durchschimmern. Hier sei nur, dass an eine deutsche, aus Solingen stammende Band, erinnernde „R.U. Ready“ genannt. Besonders Piet's Organ und die tollen, hymnischen Gitarrenparts stechen positiv heraus und kommen sehr frisch und druckvoll zur Geltung. Es fällt mir sehr schwer einzelne Highlights, aus diesem sehr kompakten Gesamtwerk, herauszuheben. Die Songs, welche wohl zu den absoluten Glanzpunkten zu zählen sind, führe ich mal auf: -„March Of Doom“ eine, mit herrlich sägenden Gitarren und einem tollen Refrain versehene, Speed Nummer -„Heavy Metal Never Dies“, welches sich mit Sicherheit zu einem kleinen Ohrwurm entwickeln wird, obwohl mir die Querverweise, in Richtung SABATON, ein bisschen zu offensichtlich sind -„Hall Of The Heroes“, eine wuchtige, mit schönen Keyboardparts unterlegte Midtempo-Nummer, die über aufwendige und mitreißende Chöre verfügt. - das von mir bereits erwähnte „R.U. Ready“ ist ein pures, von ACCEPT inspirierte, Hartmetall-Gewitter - der flotte, zum mitwippen animierende, Rocker „No Guts, No Glory“
IRON SAVIOR bieten auf „The Landing, dem „old school“ Power Metal Maniac, wirklich alles, wonach sich dieser schon seit Jahren sehnt. Dabei schaffen es die Hanseaten geschickt, Vergangenheit und Gegenwart zu kombinieren und wirken nie altbacken.
Das siebte Album der Jungs ist auch eines ihrer besten Outputs und wird von mir, mit bärenstarken 8,5 Punkten belohnt. Götz
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