Rockingboy Banner
loudproud1

Ab sofort präsentieren wir jeden Montag ab
20.00 Uhr ein redaktionell geprüftes Album mit 3 Songs beim Internet Radio
www-rock-schmiede.de.
DJ Oldwoodstock wird euch außerdem mit weiteren Schmankerln einheizen.

Flyer-Paranoid

Außerdem gibt es jeden Mittwoch ab
 20.00 Uhr einen von uns ausgewählten Song aus einem brandaktuellen Album auf
www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

IndestructibleNoiseCommand-cover
000krone

Band: Indestructible Noise Command
Album: Heaven Sent...Hellbound
Spielzeit: ca. 59:00 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: Rising Records/ Cargo
Homepage: http://incband.com/ oder http://www.myspace.com/incmetal
VÖ: 10.06.2011
Wertung: 9 von 10
Als die Promo CD bei mir eintrudelte, legte ich sie nichtsahnend in den Player und wurde so ca. 25 Meter gegen die nächste Wand gepustet. WOW, was da an den Boxen dröhnte, hat mich nachhaltig beeindruckt. Was für ein Brett!
Die alten Thrash Metal Helden HEATHEN, FORBIDDEN und FLOTSAM & JETSAM etc. konnten beachtliche Comeback Alben vorlegen, aber eine Band, die wirklich niemand auf dem Radar hatte, liefert das Thrash Album des Jahres ab!

Die New Yorker INDESTRUCTIBLE NOISE COMMAND melden sich, nach ungefähr 20 Jahren Funkstille, mit ihrem dritten, regulären Album „Heaven Sent...Hellbound“ wieder zurück. 1987 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum „Razorback“ und nur ein Jahr später den Nachfolger „The Visitor“. Beide Langeisen fanden eine Menge Beachtung in der Szene und so kam es dazu, dass die Band für MEGADETH, EXODUS etc., Gigs eröffnete. 1988 eröffneten wiederum, die späteren Groove Metal Kings, PANTERA für I.N.C.. Die Band löste sich auf und erschien erst 2010 wieder auf der Bildfläche. Die Jungs veröffentlichten, auf ihrem eigenen Label M90, die EP „Bleed The Line“ und bekamen von den US Radiostationen massig Airplay. Es ist wohl auch dem Support der Medien zu verdanken, dass die EP sich auf Platz 12 der CMJ Top 20 Loud Charts wiederfand, noch vor IRON MAIDEN, HELLOWEEN und FORBIDDEN.

Die Band besteht aus:
Dennis Gergely – Gesang
Erik Barath – Gitarre
Anthony Fabrizi – Gitarre
Samual J. Roon – Bass
Dennis Leeflang – Schlagzeug

Gestärkt durch diesen überraschenden Erfolg gingen I.N.C. ins Studio, um den aktuellen Brocken einzuhauen. Als Produzenten verpflichteten sie Frederik Nordström (AT THE GATES, IN FLAMES, OPETH), der „Heaven Sent...Hellbound“ einen herrlich frischen, modernen und druckvollen Sound verpasste. Die New Yorker Jungs werfen ein einfallsreiches und vor Energie und Abwechslung nur so sprühendes Thrash Album auf den Markt, das  ein Groß der Szenebegleiter, mit offenen Münder, hinter sich lässt. Sie haben die fast perfekte Mischung aus old school Thrash und modernen,groovigeren Sounds hinbekommen, wie sie z.B. die o.g. PANTERA in Perfektion beherrschten. Hier treffen gewitterartige Thrash Metal Riffs auf ein variables Drumming und einen treibenden Bass. Das die Band musikalisch einiges auf der Pfanne hat, beweist ganz besonders das Gespann Barath/Fabrizi. Die beiden Herren hauen so einige sehr geile Soli raus. Garniert wird das Ganze durch den wütenden Gesang von Gergely. Die Songs decken die komplette Thrash Palette ab. Von Hochgeschwindigkeitsnummern über stampfenden Thrashern bis zu groovenden Midtempo Tracks, wird einfach alles geboten, was das Herz höher schlagen lässt. I.N.C. Überzeugen durch ein erstklassiges Songwriting, welches sich so manche Band wünschen würde. Sie stecken den Großteil der Kollegen ganz locker in die Hosentasche. Das Material bewegt sich zwischen 4 und fast 8 Minuten und es kommt zu keiner Sekunde auch nur ein Hauch von Langeweile auf. Das können nur ganz wenige Gruppen und ist ein weiterer Beweis dafür, dass die New Yorker eine der talentiertesten und hoffnungsvollsten Band ist, welche die Thrash Szene momentan zu bieten hat.

Nach dem kurzen Intro „Jackboot Thugbots“ geht es mit der ersten richtigen Nummer zur Sache. „Fist Of Fascista“ kommt sehr stampfend daher und die Riffs sägen sich in die Schädeldecke. Das Duo Barath/Fabrizi reißt mit ihrem druckvollen Spiel alles nieder und wissen gleichzeitig durch einfallsreiche Einschübe zu begeistern. Die beiden Herren harmonieren einfach perfekt miteinander und bauen in den Songs eine Kommunikation zwischen ihren Instrumenten auf. Im ICE Tempo wird „God Loves Violence“ dargeboten. Was singt Gergely im Refrain? „I'm not ok“ … hm, doch mit dem Jungen ist soweit alles in Ordnung, denn sonst würde er sich nicht so dermaßen ins Zeug legen und den perfekten Gesang zu der Nummer liefern. Im Mittelpart nimmt die Band etwas an Tempo heraus und man kommt in den Genuss eines sehr geilen Gitarrensolos. Danach geht es volle Lotte, in vorheriger Geschwindigkeit, weiter. Mit „Bleed The Line“ liefern I.N.C. ein gewaltiges Midtempo Monster ab. Der mikroschwingende Glatzkopf Dennis Gergely bietet eine brutalst geile Gesangsperformance ab. Leeflang fällt durch ein sehr vielfältiges Schlagzeugspiel auf und wieder sind des die beiden Gitarristen, die eine tolle Leistung hinlegen. Das schwer groovende „Swallowed“ erinnert mich ein bisschen an PANTERA/DOWN. Die Rhythmussektion kommt sehr cool und relaxed daher  und der Sänger gröhlt sich seine heisere Stimme aus dem Leib. Im Mittelpart überrascht man den Hörer mit einem Streicher Sample, welches dann durch ein sehr geiles Drumming übertönt wird und die Band legt einiges an Tempo zu. Was natürlich wieder über den ganzen Song trumpft, ist die tolle Leistung der Guitarreros. Ein ganz geiler Song! Einen weiteren coolen Track liefern I.N.C. mit „The Good Bones Stay Down“ ab, welcher besonders wegen dem Refrain und der tollen Rhythmusarbeit positiv bei mir hängen bleibt. Natürlich sind die beiden Außerirdischen an den Gitarren sehr cool aufgelegt. Ich kann es einfach nicht oft genug schreiben, aber ich habe schon lange nicht so eine erstklassige Gitarrenarbeit gehört. Einen richtig schönen, leicht old schooligen Thrasher liefern die Jungs mit „Full Metal Jacket“ ab. Hierbei erinnert mich die Band ein wenig an EXODUS. Was'n das? Gleich mit den ersten Tönen von „Rain“ fängt mein Körper automatisch an zu zucken. Der Song ist der Groove Überhammer! Gergeley's heiserer Gesang kommt richtig geil rüber, Leeflang liefert eine MÖRDERLEISTUNG hinter seinem Drumkit , die beiden Gitarristen und der Bassist stampfen, mit ihrem wuchtigen Spiel, alles nieder. Welchen Song ich unbedingt, ja schon fast zwingend, vorstellen muss, ist „If I Were President“. Der Track beginnt mit einer sehr geilen, stampfende Melodieführung, um anschließend komplett auszubrechen und einen Thrashpart zu liefern. Dieses Wechselspiel steht der Band sehr gut zu Gesicht und sorgt für eine Menge Abwechslung im Song. Ich könnte noch Stunden weiter schwärmen, denn das Album ist einfach so verdammt vielseitig und wird auf einem sehr hohen, spielerischen Niveau dargeboten.

Trackliste:

1. Jackboot Thugbots (1:34)
2. Fist of Fascista (5:06)
3. God Loves Violence (4:25)
4. Bleed The Line (6:09)
5. Swallowed (7:52)
6. The Good Bones Stay Down (4:53)
7. Full Metal Jacket (4:19)
8. Rain (4:20)
9. Audio Erotic Asphyxiation (5:23)
10. It’s Coming (5:05)
11. If I Were President (5:15)
12. Fueled by Regret (5:35)

Mit „Heaven Sent...Hellbound“ überzeugen INDESTRUCTIBLE NOISE COMMAND mich auf ganzer Linie.
Ich habe lange nicht mehr so ein unterhaltsames und gutes Thrash Metal Album gehört.

Wer auf EXODUS, PANTERA, FORBIDDEN und OVERKILL abfährt, sollte sich schleunigst auf den Weg zum Plattendealer begeben, denn hier werden deren Vorzüge zu einem sehr geilen Gesamtbild zusammengefügt und perfekt dargeboten.

Einfach STRUNZGEIL und ab dafür in die HALL OF FAME!! 9 Points reißen den Rockhimmel von meiner Wohnzimmerdecke und machen ihn dem Erdboden gleich.
Götz

Site Search Site Search