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Band: Images of Eden Album: Rebuilding The Ruins Spielzeit: ca. 73:49 min. Plattenfirma/ Vertrieb: Nightmare Records Homepage: www.imagesofeden.com oder www.myspace.com/imagesofeden VÖ: 18.02.2011 Wertung: 7 von 10 Es ist super erfreulich, dass der Progressive Rock/Metal sich immer größerer Beliebtheit erfreut und so manche junge, talentierte, motivierte Formation an das Tageslicht hervorbringt. Die altbekannten Bands dürfte es langsam auch Kopfzerbrechen machen, denn die Qualität so mancher Newcomercombo kann durchaus mit den Outputs von den etablierten Bands mithalten, wenn nicht sogar übertreffen.
IMAGES OF EDEN aus Baltimore gehören auch zu der Riege dieser hoffnungsvollen Bands und liefern mit „Rebuilding The Ruins“ ein durchaus interessantes Werk ab. Ganz unerfahren sind die Jungs nicht mehr, da mit dem Output schon ihr drittes Album vorliegt. Das Debüt „Chapter I“ und auch der Nachfolger "Sunlight Of The Spirit" wurden von Presse und Fans positiv aufgenommen.
Die Band besteht aus: Gordon Tittsworth - Vocals und Bass Dennis Mullin - Gitarre Chris Lucci - Schlagzeug L.Dean Harris – Keyboard
Tittsworth und seine Bandkollegen orientieren sich soundtechnisch stark an QUEENSRYCHE, ENCHANT, FATES WARNING und SYMPHONY X. Besonders sein Gesang lässt immer wieder deutliche Parallelen zu QUEENSRYCHE zu. Dies ist nicht gerade die schlechteste Referenz und passt wie die Faust aufs Auge zu den harten Gitarrenarbeit und dem sehr abwechslungsreichen Schlagzeug.
IOE bieten wirklich alles was das Prog Herz höher schlagen lässt: tolle Melodien – teilweise grandiose Hooks genügend Härte, bei denen ganz klar Gitarre, Schlagzeug und Bass im Vordergrund stehen eine sehr gute Leistung des Sängers eine souveräne Leistung, auf einem technisch sehr hohen Niveau, der einzelnen Bandmembers eine erstklassige Produktion von Eric Zimmermann (FATES WARNING,SUICIDAL TENDENCIES, BUCKCHERRY etc.) etc. etc. etc. … und trotzdem flashed mich „Rebuilding The Ruins“ nicht. Vielleicht bin ich, aufgrund der letzten sehr guten Prog Rock/Metal Veröffentlichungen der Konkurrenz, zu sehr verwöhnt worden. Versteht mich nicht falsch, denn das Album ist alles andere als schlecht. Es fällt mir sehr schwer die Platte an einem Stück zu hören, was unter anderem an die lange Spielzeit und die dadurch aufkommende Langeweile liegt. Man hätte im Songwritingprozess entweder ein bisschen variabler komponieren sollen, oder ganz einfach, auf ein paar Songs verzichten können.
Zu den Highlights des Konzeptalbums gehören unter anderem das harte und vertrackte „Tribal Scars“. Der Song erinnert mich sehr stark an FATES WARNING und lebt von der phantastischen Gitarren- und Schlagzeugarbeit. Wenn ich mir einen Best Of Progressive Metal Sampler erstellen würde, wäre der Track mit Sicherheit vertreten. Der Titelsong ist schleppend, mit modernen Soundelementen ausgestattet und von der Grundstimmung düster gehalten. Tittsworth singt sehr rau und würde mit diesem Gesangsstil eher zu einer New Metal Band passen. Der Refrain und der saustarke, ungewöhnliche Chorus stechen positiv heraus. „My Stigmata“ ist der härteste Song mit treibenden Gitarrenriffs und sehr rauem Gesang. Es ist schon bemerkenswert, wie variabel der Sänger seine Stimme auf dem ganzen Album einsetzt. „Children Of Autumn“ beginnt mit einem wunderschönen Piano- und Streicherpart. Der Bandkopf singt melodisch und man lauscht einer tollen Ballade. NEIN, der Song steigert sich zu einem Progressive Rocker erster Klasse, bei dem die Bandleistung wiederum über jeden Zweifel erhaben ist. Das 12 minütige „Sunlight Of The Spirit Part IV – Images Of Eden“ ist ein kleines Meisterwerk. Man fühlt sich in QUEENSRYCHE's glorreichen Operation:Mindcrime – Zeiten zurückversetzt.
Diese starken Nummern, mit eventuell noch 2 zusätzlichen Songs hätten vollkommen ausgereicht, um ein hervorragendes, abwechslungsreiches und an einem Stück hörbares Album abzuliefern.
Trackliste:
Crosses in the sand Human angels Tribal scars Dreams unbroken Sorrow's end Rebuilding the ruins My stigmata Native to his land Children of autumn On elevated ground Images of Eden (Sunlight Of The Spirit Part IV)
Wer auf Progressive Metal, mit die von mir o.g. Merkmalen zu seinen Faves zählt, sollte hier zugreifen. Mich stört die Spielzeit und die dadurch entstandenen „Hängerchen“
In meinen Ohren ist „Rebuilding The Ruins” ein solides Album und 7 Punkte wert. Götz
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