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Metalcore aus Schweden kommt mir selten in den Player. Kann daran liegen, dass mir bisher noch nicht viele Bands dieser Gattung begegnet sind, kann auch daran liegen, dass es in meinen Augen nur ganz wenige gute Metalcore Bands auf dem kompletten Planeten gibt und die meisten völlig austauschbar klingen. I AM HUNGER versuchen mit ihrem aktuellen Output "Odium" mich vom Gegenteil zu überzeugen bzw. die Zahl der coolen Metalcore Kapellen nach oben zu korrigieren. Und scheitern. Das schon mal gleich vorweg.
Doch kommen wir zuerst zu den positiven Seiten. Die Produktion ist satt geworden, wenn auch nicht ganz so heftig wie bei Referenzen wie TRIVIUM. Und mit ihren Instrumenten wissen die Schweden auch gut umzugehen. Soll ich bei Metalcore wirklich über den Gesang schreiben? Ich lass es mal lieber. I AM HUNGER verwenden zumindest keinerlei cleanen Vocals, nur Shouts, Growls und Konsorten. Klingt doch alles gar nicht so übel. Ist es eigentlich auch nicht, wenn nicht jeder Song völlig austauschbar klingen würde und nichts aber auch absolut nichts hängen bleibt. Man denkt sich beim Hören: Nicht schlecht, doch danach hat man es ganz schnell vergessen. Nicht mal ein kleiner Teil bleibt hängen. Daher auch mein Mangel an Anspieltipps. Am ehesten noch "Grudge", oder vielleicht bleibt das am ehesten hängen, weil es ziemlich am Schluß der Platte ist? Keine Ahnung, eher, da es die Verzweiflung und Aggression doch am besten transportieren kann und die ruhigen Momente einen guten Kontrast darstellen. Da zeigen I AM HUNGER, dass sie doch gute Stücke schreiben können.
Leider fehlt genau dies den vorhergegangenen 10 Stücken oftmals. Das abschließende Sound Szenario (Song möchte ich es nicht nennen) "Some Are Made Of Worlds" soll vielleicht progressiv wirken, langweilt mich aber nur noch tierisch und gibt nochmal einen halben Punkt Abzug. Damit landen wir bei schwachen 4,5 Punkten. Und mehr ist für "Odium" nicht drin. Wieder eine Metalcore Kapelle mehr, die mich nicht überzeugen kann. Markus
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