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Band: Hurtsmile Album: Hurtsmile Spielzeit: 50:13 min Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood Veröffentlichung: 21.01.2011 Homepage: keine gefunden Wertung: 5 von 10 Gary Cherone (EXTREME, EX VAN HALEN) ein Mann der schon sehr lange im Rock Business tätig ist. hat sich nun mit seinem Bruder Mark zusammen getan um seine Vision einer Rockplatte aufzunehmen. Der Zeitpunkt könnte günstiger nicht sein, da EXTREME aktuell eine kleine Pause einlegen. So war es für die zwei ein Leichtes Songideen zu kreieren und diese mit einer schlagkräftigen Truppe einzuspielen. Die Truppe nennt sich HURTSMILE und besteht außer aus dem Brüderpaar selbst, die natürlich den Gesang bzw. die Gitarre übernehmen, noch aus Joe Pessia (Bass, Mandolin) und Dana Spellman (Schlagzeug). Hierbei wurde laut Gary sehr viel wert auf das familiäre gelegt, da alle Mitmusiker entweder schon selbst miteinander in Bands gezockt haben oder sich über Umwege schon lange gut kennen. Laut der Promoinfo erwartet uns auf der einen Seite eine traditionelle Rockscheibe im Stile der Hauptband EXTREME, auf der anderen Seite sollen aber auch sehr viele experimentelle Stücke enthalten sein. Unter anderem wohl auch eine mit Reggae Klängen unterlegte Nummer. Dann schauen wir doch mal wie dieser Cocktail uns mundet und ob man die gewohnte Qualität von Gary Cherone auch hier wiederfindet. Gestartet wird mit der Nummer „Just War Theory“. Geradlinig und rockig geht der Track uns durch die Ohren. Getragen vom guten Chorus und dem absolut wieder erkennbaren Gesang von Gary. Eine recht kurzweilige Nummer, die zwar ganz ordentlich ist, aber einen richtigen Opener stell ich mir anders vor. Das folgende „Stillborn“ ist in meinen Augen wieder nur ganz nett, mehr aber leider auch nicht. Es fehlt einfach irgendwie das gewisse Etwas. Rockig ja, besonders einprägsam, leider nein. „Love thy Neighbor“ zündet bei mir absolut nicht, nachdem ich es mir ein paar Mal angehört habe, muss ich es als Totalausfall verbuchen. Irgendwie passt für mich da fast gar nichts zusammen. Zu poppiger Anfang, kein richtiger Chorus und überhaupt eine sehr merkwürdige Struktur. Sorry Gary so wird das nix! Mit „Kaffur“ kehrt zumindest wieder ein bisschen mehr Struktur zurück und der Song weiß durchaus wesentlich besser zu gefallen, als das vorherige Machwerk. Viel mehr positives gibt es hier leider aber auch nicht zu vermelden. Der erste bessere Song der wieder zu erwähnen wäre, ist „Set me free“. Ein Rocker der durch sein Wechselspiel zwischen ruhigen und druckvollen Passagen besticht. Der Chorus geht auch ganz in Ordnung so dass man hier im Vergleich zu den Vorgängern ganz klar von einer Leistungssteigerung sprechen kann, auch wenn wir es hier nur mit Durchschnittsware zu tun haben. Das Enddrittel hält leider auch keine Hits für uns bereit und über den angekündigten, mit Reggae Vipes, versehene Track „Just War Reprise“ decken wir mal ganz fix den Mantel des Schweigens. Lediglich der Abschlusstrack „The Murder of Daniel Faulkner“ ist wirklich eine Erwähnung wert. Hier haben wir es mit einer schönen Ballade zu tun, die eine schöne Stimmung verbreitet und bei der Gary endlich mal zeigt was er doch für eine richtig gute Stimme besitzt. Ein schöner Abschluss, der aber über die bisherigen zahlreichen Enttäuschungen nicht hinwegsehen lässt.
Anspieltipps:
Leider kann ich hier nicht allzu viel nennen. „Just War Theory“, „Stillborn“ und „The Murder of Daniel Faulkner“ sind noch ganz nett.
Fazit :
Oh man selten haben die ersten Töne einer Scheibe so über das Kommende getäuscht als bei dem Debüt von HURTSMILE. Ist der Anfang zwar unspektakulär aber noch ok, so sind die folgenden Songs entweder ohne erkennbarer Struktur, ohne schmissige Refrains oder einfach nur schwach umgesetzt. Irgendwie kann ich hier gar keine richtige Linie erkennen und so richtig hängen bleibt, auch nach mehrmaligen Hören, keiner der Tracks. Gary Cherone und seine Manne zeichnen sich zwar durch eine große Experimentierfreude aus, aber sie schießen doch ein wenig, für meinen Geschmack, über das Ziel hinaus. Sorry Gary aber so wird das nix mit dem nächsten Knalleralbum im Rock Universum. Unterdurchschnittliche 5 Punkte kann ich hier leider nur vergeben.
Trackliste:
01. Just War Theory 02. Stillborn 03. Love Thy Neighbor 04. Kaffur (Infidel) 05. Painter Paint 06. Tolerance Song 07. Set Me Free 08. Jesus Would You Meet Me 09. Slave 10. Beyond The Garden - Kicking Against The Goads 11. Just War Reprise 12. The Murder Of Daniel Faulkner (4699) Julian
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