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In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

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Band: Heavenly
Album:Carpe Diem
Spielzeit: 43:05 min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 18.12.2009
Homepage: www.heavenly.fr oder www.myspace.com/heavenlyofficial
Wertung: 8,5 von 10
HEAVENLY, die Exoten unter den Powermetalbands sind wieder zurück. Exotisch dürften sich jetzt die, die die Band nicht kennen, fragen? Ja, denn ich kenne nicht besonders viele Bands in diesem Genre, die aus Frankreich kommen.
3 Jahre haben sich die Franzosen Zeit genommen für ihre neue Scheibe. Zwischendurch verließ der Drummer die Band, was aber der Platte nicht schadete. Man fand schnell Ersatz, und der Neue, Piwee mit Namen, liefert hier auf seinem Debüt einen guten Job ab.
Fans der Band dürften auch beim neuen Werk nicht enttäuscht werden. Die Mannen um Sänger Ben Soto haben wieder 9 sehr abwechslungsreiche und eingängige Tracks auf die Beine gestellt. Soviel sei schon mal vorab verraten.
Los geht es mit dem Titelstück „Carpe Diem“. Nach einem kleinen Intro, welches vom Aufbau her an die selbsternannten Kings of Metal MANOWAR erinnert, geht die Post ab! Exzellentes Drumming gepaart mit Keyboard und Bassuntermalung fliegt uns hier nur so um die Ohren. Beim Refrain wird das Ganze zwar wieder etwas ruhiger, aber der Aufbau des Songs startet sehr schwungvoll. Zwischendurch gibt es noch ein paar Einsätze von Gastsängerin „“.
Danach kommt einer der besten Tracks der Scheibe: „Lost in your Eyes“ Der Anfang ist mit dem hervorgehobenen Keyboard gut gewählt. Der Song steigert sich zu einem schönen Chorus der sofort ins Ohr geht und den man so schnell nicht wieder vergisst! Ihr werdet es merken wenn ihr, so wie ich, ihn morgens beim Rasieren mitpfeift oder singt. Die Gitarrenarbeit muss hier auch noch hervorgehoben werden.
Einfach klasse! Diesen Song hätte ich mir auch gut als Singleauskopplung vorstellen können.
Beim nächsten Song „Farewell“ kommen die Fans auf ihre Kosten, die sich schon fragen, wo bleiben die von HEAVENLY bekannten QUEEN Anleihen?
Bitte schön hier sind sie. Struktur, Aufbau und Gesangslinien lassen eindeutig auf die Königinnen aus dem United Kingdom schließen. Starker Song! Mehr kann man dazu nicht sagen.
Bei „Full Moon“ zeigt sich wieder wie vielseitig die Band ist. Sie lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. Ein Spieluhenrintro mit Kinderlachen als Einleitung. Hier sind dann auch ganz klar die schon immer vorhandenen GAMMA RAY oder STRATOVARIUS Einflüsse hörbar. Feiner Songaufbau, der in einem melodischen und mitsingbaren Refrain mündet. Das obligatorische Gitarrensolo im Mittelteil ist auch nicht von schlechten Eltern. 
„A Better Me“ ist ebenfalls ein Song mit unüberhörbaren QUEEN Einflüssen. Ein ruhiger, mit Pianoklänge hinterlegter Einstieg, bevor sich der Song zu einer wilden Tempowechselorgie entwickelt. Hier bekommt man den abwechslungsreichsten Song auf der Scheibe präsentiert. Man muss hier auch mal Sänger Ben Soto hervorheben. Er hat natürlich nicht die Breite der Stimme von Freddie Mercury, aber singen kann der Mann, das muss man ihm lassen.
Powermetal wird im nächsten Song „Ashen Paradise“ groß geschrieben. Double Bass Drumming, flinke Gitarrenläufe, eingängiger Refrain, Metalherz was willst du mehr. An einigen Stellen klingt Ben Soto Kai Hansen sehr sehr ähnlich. Es ist schon interessant, wie die Stimme des Frontmannes sich bei einigen Songs anhört.
Die letzten drei Songs „The Face of Truth“, „Ode to Joy“, „Save our Souls“ fallen für mich qualitativ ein bisschen im Vergleich zum Rest ab. Bei „Ode to Joy“ stört mich extrem der gecoverte Einstieg von „Ode an die Freude“. Gefällt mir überhaupt nicht.

Anspieltipps sind für mich: „Lost in Your Eyes“, „Farewell“, „A Better Me“ und „Ashen Paradise“.


Fazit :

Die Franzosen haben sich für ihr neues Album „Carpe Diem“, dem Nachfolger ihres starken Albums „Virus“, viel Zeit gelassen. Diese lange Entstehungszeit merkt man dem Album aber auch an. Alles klingt ein wenig reifer und kompakter als auf dem Vorgänger.
Die Band versteht es einfach immer wieder neue Elemente ihrem Stil beizumengen. Abwechslung wird hier, wie schon angesprochen, großgeschrieben. Mal geht es melodisch zur Sache, mal kommen die Powermetal typischen Drummings und Gitarrenriffs voll zum Zuge.
Die Stimmlage von Ben Soto ist aber etwas gewöhnungsbedürftig, manch einer mag sie zu hoch sein und zu sehr nach Happy Metal klingen.
Also Vorsicht, wer mit Bands wie HELLOWEEN, GAMMA RAY oder FREEDOM CALL rein gar nichts anfangen kann, sollte hier die Finger weg lassen. Fans der genannten Bands sei aber wärmsten empfohlen, hier reinzuhören oder sich die Scheibe gleich zu ordern. Anhänger der Band werden eh nicht enttäuscht, sie bekommen das was sie gewohnt sind. Sehr starke Scheibe der Jungs von HEAVENLY!


Trackliste:

01. Carpe Diem
02. Lost In Your Eyes
03. Farewell
04. Full Moon
05. A Better Me
06. Ashen Paradise
07. The Face Of Truth
08. Ode To Joy
09. Save Our Souls

Julian
 

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Band: Heavenly
Album: Virus
Spielzeit: 50:22
Plattenfirma/Vertrieb: AFM/Soulfood
Vergleichbare Bands: Stratovarius, Helloween, Gamma Ray
Homepage: www.heavenly.fr
Wertung: 7 von 10
Es gibt, meines Wissens, relativ wenige französische Kombos, die sich in der heutigen Metal Welt behaupten können bzw. über längere Strecken solide Leistungen vollbringen. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass HEAVENLY mit ihrem speed symphonic Metal kontinuierlich an ihrer Karriere arbeiten und in der Vergangenheit z.B. in Finnland in die Charts einstiegen sind. Mittlerweile haben sie Album Nummer vier am Start, das auf den simplen Namen „Virus“ getauft wurde. Über das Cover kann man wohl streiten. Ich, für meinen Teil, finde das Cover schlecht gewählt, denn es sagt über die Band oder Musikrichtung rein gar nichts aus. Man vermutet erst mal irgendeine Death Metal Band. Naja, das muss nicht heißen, dass die Musik schlecht ist.  Das Album kommt soundmäßig nach den ersten Tönen schon mal sehr amtlich rüber und die Songs werden einem in gewohnter Manier nur so um die Ohren gehauen. Wer auf HELLOWEEN, GAMMA RAY oder auch die mighty STRATOVARIUS steht, wird „Virus“ auf alle Fälle sehr schätzen. Alle Songs haben eine  ordentliche Spielzeit, die auch durch diverse Melodyfights von Gitarre vs. Keyboard verfeinert werden. Spieltechnisch, wissen die Franzosen auf alle Fälle sehr zu gefallen, denn da gibt’s absolut nix zu meckern. Mir persönlich ist die CD leider ein bisschen zu vollgepackt und nach ein paar Songs war ich dazu verleitet, den Fast Forward Knopf am CD-Player zu drücken. Wie gesagt, handwerklich absolut top. Songmäßig haut’s mich jetzt nicht ganz vom Hocker.
El Hombre

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