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WERTUNG: 9,5 von 10
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Nach dem 2009er Debut, einer Livescheibe sowie einer Cover-Ep erscheint endlich das langerwartete zweite Brett von Halestorm. Hype oder nicht, das ist hier die Frage. Zum Glück zweiteres, Halestorm stecken ihr bereits sehr gelungenes Debut bei weitem in den Schatten und liefern ein Album ab, an dem bei den Jahrescharts 2012 nur sehr schwer vorbeizugehen ist. Ganze 4 Tracks wurden auf der „Hello It’s Mz Hyde“ EP vorab veröffentlicht und ließen das Fanvolk nach dem kompletten Werk lechzen. „Love Bites (and So Do I)“ als Einstieg ist Lzzy (ohne „i“) Hale at her best, beweist sie doch hier, dass sie sowohl kreischen und gröhlen als auch gleichzeitig total gefühlvoll singen kann. Das können anno 2012 wirklich nicht viele Rock-Chicks von sich sagen. Lzzy trägt jeden Song und macht ihn zu etwas Besonderem. Nach dem bereits von der Vorab-Ep bekanntem Opener rockt „Mz. Hyde“ ebenso wuchtig wie melodiös weiter, überhaupt muss man sagen, dass die Scheibe fast nur Hits bietet, eine Hook reiht sich an die nächste. Es waren zwar auch etliche externe Songwriter am Werk aber letztlich kommt es darauf an, wie das die Band umsetzt, und das machen die Jungs und Mädels einfach famos und frisch. „I Miss The Misery“ ist ein Stampfer erster Güte, man kann sich den Song auch gut live vorstellen. „Freak Like Me“ geht in dieselbe Richtung mit schweren Riffs und Top-Refrain. Dann ist erstmal Balladenzeit angesagt. Ich weiß ja nicht, was man sich bei der Songreihenfolge gedacht hat, aber die drei Balladen des Albums nacheinander zu bringen ist schon mutig, aber wozu hat man die Möglichkeit heutzutage, sich seine eigene Songreihenfolge abzuspeichern? Zudem sind alle drei ruhigeren Stück von allererster Güteklasse und zeigen Lzzy & Co von ihrer gefühlvollen Seite. „Beautiful With You“ würde man sich einmal wieder von Heart wünschen. Eine Powerballade hoch drei, an die sich „In Your Room“ nahtlos anschließt. Der nächste Hit. „Break in“ ist die ruhigste der drei Balladen, schön untermalt mit Piano. Überflüssig zu sagen, dass die Vocals den Song wieder in eine andere Liga befördern. „Rock Show“ ist der poppigste Song der CD, er geht schon fast in die Richtung von Avril Lavigne, die ja früher durchaus einmal rockige Töne angeschlagen hat, ehe sie dem Glamour erlegen ist. Ich hoffe, Lzzy bleibt so wie sie ist. Sagte ich schon, dass der Track ebenfalls ein Hit ist ? „Daughters Of Darkness“ zieht dann im Härtegrad wieder an, ehe mit „You Call Me A Bitch Like It’s A Bad Thing“ der beste Song der CD abgefeuert wird. Hart, melodiös, ohrwurmartig bohrt sich dieses Geschoss in die Gehörgänge. Ein Hammer! „American Boys“ ist der einzige Song, den man als nicht ganz so gelungen betrachten könnte, andere würden für so einen Track jedoch ihre Oma verkaufen. In Halestorms Fall kostet er Ihnen aber die Höchstwertung. „Here’s To Us“ geht in Richtung Nickelback, nur mit gutem Gesang versehen und ist eine Hymne allererster Güte, hier sieht man bereits die Feuerzeuge auf den Konzerten und niemand singt „Fucked Up“ so sexy wie Ms. Hyde. An dieser Stelle wäre grundsätzlich Schluss, der Fan kauft sich jedoch die „Deluxe Edition“, die nicht nur mit einem schönen Digipack (mit einem anderen Cover als die „normale“ Edition) aufwartet sondern drei Bonustracks beinhaltet, für die die Bezeichnung „Bonustrack“ fast schon eine Verunglimpfung ist. „Don’t Know How To Stop“ schließt sich nahtlos an die rockigen Highlights der regulären Scheibe an, ehe mit „Private Parts“ sogar eines derHighlights geliefert wird, hier ist Lzzy mit James Michael von Sixx A.M. im Duett zu hören. Der Song ist eher eine Powerballade, die aber gut abrockt und bei der die beiden Stimmen hervorragend harmonieren. So etwas als Bonustrack zu verpacken ist echte Blasphemie. „Hate It When You See Me Cry“ lässt eine famose CD etwas ruhiger aber ebenso qualitativ hochwertig ausklingen wie die 14 Stücke zuvor. Selten habe ich in letzter Zeit eine CD mit derart vielen ins Ohr gehenden „Hits“ gehört. Ein Freudenfest für Freunde eingängiger Refrains. Nutzen sich manche Scheiben, die gleich ins Ohr gehen doch meist sehr schnell ab, so kann ich nach dem xten Durchgang Entwarnung geben: Die Scheiblette wird mit jedem Durchgang besser und macht süchtig. Jetzt fehlt nur noch eine Tour der Band durch hiesige Hallen und dem Siegeszug steht nichts mehr im Wege. Ich bin begeistert, lege jedem den Kauf der Deluxe Edition ans Herz und starte den nächsten Hördurchgang.
Martin
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Info
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Band: Halestorm Album: The Strange Case Of... Spielzeit: 51:57 min. Plattenfirma: Roadrunner Records (Warner) Veröffentlichung: 27.04.2012 Homepage: www.halestormrocks.com
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Tracklist
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1. Love Bites (So Do I) 2. Mz. Hyde 3. I Miss The Misery 4. Freak Like Me 5. Beautiful With You 6. In Your Room 7. Break In 8. Rock Show 9. Daughters Of Darkness 10. You Call Me A Bitch Like It's A Bad Thing 11. American Boys 12. Here's To Us 13. Don't Know How To Stop (Bonus Track) 14. Private Parts (Feat. James Michael Of Sixx:A.M.) [Bonus Track] 15. Hate It When You See Me Cry (Bonus Track)
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Wertung: 8 von 10
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Ich gebe es ja zu auch wenn es Macho-mäßig klingt: Die Frauen im Rockgeschäft, die mich wirklich mitreißen kann man an einer Hand abzählen. Die Wilson-Sisters von Heart gehören da dazu, eventuell noch Lita Ford und Garbage‘s Shirley Manson, von denen allen jedoch in letzter Zeit nicht mehr viel kam. Der weibliche Rest im härteren Rockgeschäft wird dann aufgefüllt von den „Trällerelsen“ a‘la Nightwish und Konsorten, bei denen sich mir die Fußnägel hochrollen. Wenn ich Oper will, leg ich eine Klassik-Scheibe auf und will keine verkitschten Melodien zugepappt mit Synthie-Streichern und „bösen“ Gitarrenriffs. Rant over. Wie auch immer , Lzzy (ja richtig geschrieben!) Hale ist da eine der wenigen Ausnahmen, die „Eier“ hat und auch im Vergleich mit ihren männlichen Kollegen eine mehr als gute Figur macht (und das nicht nur aufgrund der tollen Optik, die an die Schwester von „Dexter“ aus gleichnamiger Serie erinnert – offenbar bei der Geburt getrennte Zwillinge!). Das Debutalbum von 2009 war famos, modern aber dennoch melodisch und mit Zitaten der glorreichen 80er. Eine Live CD/DVD und eine ebenfalls fantastische Cover-Ep später und endlich steht Album Nr.2 ins Haus, wofür die vorliegende EP eine Appetithäppchen darstellen soll. Vier neue Tracks, die die Wartezeit auf das im April erscheinende neue Album „The Strange Case Of..“ verkürzt. „Love Bites (and So Do I) ist ein für Halestorm typischer Up-Tempo-Smasher, bei dem Lzzy all ihre Wut herausschreit und der live sicherlich auch hammergut kommen wird. „Rock Show“ kratzt dann schon etwas arg an Avril Lavigne-Gefilden, allerdings zu ihrer Glanzzeit, als sie noch kein Modepüppchen war (was Lzzy hoffentlich nie werden wird!). Etwas arg kommerziell und mehr „Rock für Girlies“ aber sicherlich kein schlechter Song. „Daughter of Darkness“ ist da aber schon wieder von anderem Kaliber, ein schöner Stampfer mit „nanana“-Mitsingchören, die nach 2-3 Bier sicherlich noch besser wirken. „Here’s To Us“ ist der Hit der Scheibe, würde Chad Krüger an den Vocals sein Unwesen treiben könnte man den Song glatt als Nickelback-Kopie durchgehen lassen (was nie ein wirklich gutes Zeichen ist) aber Lzzy hebt den Song wieder in eine andere Liga und mit ein bisschen Glück dürfte sich die Hymne in den amerikanischen Charts wiederfinden. Alle Voraussetzungen dazu hätte er. Sämtliche Ep - Tracks befinden sich auch auf dem kommenden Album, die Käufer der (leider, leider nur als Download erhältlichen) EP bekommen aber bei Bestellung über www.halestormrocks.com einen kräftigen Preisnachlass. Besser wäre zwar gewesen, ein bis zwei Tracks als „EP-Only“ zu belassen aber trotzdem „value for money“. Ich hoffe, Lizzy & Co bleiben sich treu und verkaufen sich nicht zu sehr. Ich freue mich auf die neue Longplay-CD im April. Daumen hoch!
Martin
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Wertung: 8,5 von 10
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Die Band HALESTORM ist aktuell in aller Munde. Ihr Debüt wurde vorab mit Vorschusslorbeeren überhäuft. Nun liegt das selbstbetitelte Werk vor und wir werden herausfinden ob die vielen Lobeshymmnen gerechtfertig waren. Zuerst noch ein paar Basisfacts. Gegründet wurden HALESTORM von den Geschwistern Arejay Hale (Schlagzeug) und Lizzy Hale (Gitarre/Gesang) im Jahre 1998 während der Schulzeit. Man verstärkte sich noch mit Joe Hottinger (Gitarre) und Josh Smith (Bass) und begann sich in der lokalen Szene einen Namen zu machen und sich gehörig den Allerwertesten abzuspielen. Im Jahre 2005 begab man sich dann auf Labelsuche und fanden mit Atlantic Records einen Partner der an die Band glaubte und sie unter Vetrag nahm. Nach vielen Monaten auf Tour mit unter anderem SHINEDOWN und SEETHER begab man sich 2008 ins Studio um das nun vorliegende Debütalbum einzuspielen. Die Band selbst beschreibt ihren Stil als den guten alten Classic Hard Rock mit einem leichten Schuss modernen Crossovers. Jetzt aber genug der Vorworte, ab geht die wilde Fahrt von HALESTORM. Gleich mit dem ersten Track „It’s not you“ wird uns gezeigt wo der Hammer hängt. Sofort sägende Gitarren und krachende Riffs, da weiß man als Hörer sofort wo es lang geht. Sofort fällt auf, über welch mächtiges gutes Organ Frontfrau Lizzy verfügt. Die Gute klingt ein wenig wie Sandra Nasic von den Guano Apes und es werden Erinnerungen an die vielen Rock Amazonen aus den 80iger, z.B. Lee Aaron wach. Eine richtig gute Eröffnung die Lust auf mehr macht. Das nächste Stück „I get of“ klingt ein wenig moderner und geht erstmal ruhiger los. Das bleibt aber nicht lange so. Bald setzen wieder diese treibende Riffs und der kraftvolle Gesang von Lizzy ein. Zwischendurch wird aber die Geschwindigkeit und Intensität wieder etwas zurückgefahren, was der Atmosphäre des Songs wirklich gut tut. Eine treibende Rocknummer die wie die Faust aufs Auge passt. Bitte mehr davon! Track 3 „Bet u wish u had me back“ erfüllt dann auch gleich die Wünsche des Redakteurs und bestimmt auch die der Leser. Es geht richtig gut weiter. Das Tempo wird hier gedrosselt aber die Klasse des Songs ist sofort da und wird durch den intensiven und auch gefühlvollen Gesang unterstrichen. Die erste richtige Ballade erwartet uns mit „Familar Taste of Poison“ an 5. Stelle des Albums. Und wieder gibt es hier nicht viel zu meckern. Klasse Gesang, starke instrumentale Leistung und ein guter Songaufbau. Alles richtig gemacht würde ich sagen. So richtig losgerockt wird dann wieder bei Track 7 „What were you expected“. Teilweise aggressiv shoutet sich Lizzy durch den Song der ordentlich Druck aufweist und auch sehr gut ins Ohr geht. Generell sind die Songs bislang sehr eingängig und im Chorus auch sehr stimmig, da macht dieser auch keine Ausnahme. Fast zum Schluss der Platte servieren uns HALESTORM mit „Dirty Work“ wieder so einen mächtig nach vorne gehenden Rocksong. Ich finde hier wird auch ein bisschen die Verwandtschaft zu den von mir angesprochenen GUANO APES deutlich. Kling vom Songaufbau doch recht ähnlich. Was aber nichts Schlechtes darstellen soll. Der Song ist gut so wie er ist und ich könnte mir diesen auf einer anständigen Rockparty richtig gut vorstellen. Da geht die Menge bestimmt steil!
Anspieltipps:
Das Debüt bietet uns doch eine ganze Menge an klasse Songs. Auf jeden Fall antesten sollte man aber „It’s not you“, „I get of“ und „Familiar Taste of Poison“.
Fazit :
HALESTORM ist wirklich ein gutes selbstbetiteltes Debüt gelungen. Die Platte kracht an allen Ecken und Enden und die erstklassige Powerröhre von Frontfrau Lizzy tut ihr übriges um den geneigten Hörer zu schmeicheln. Natürlich ist auch noch etwas Luft nach oben und nicht alle Songs sind so stark wie die erwähnten Anspieltipps und die Spielzeit könnte auch besser sein. Aber das ist ja auch normal. Dass die Band sich steigern wird, davon bin ich überzeugt. Achja für all die Nörgler die jetzt wieder sagen, „ist mir zu glatt poliert und zu sehr auf neu und charttauglich getrimmt“, macht die Augen und die Lauscher auf und verschließt euch nicht vor Neuem. Die Platte ist richtig gut geworden und verdient es gekauft und gehört zu werden! Daumen hoch für HALESTORM.
Julian
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Info
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Band: Halestorm Album: Hello It's Mz. Hyde (EP) Spielzeit: 13:31 min. Plattenfirma: Atlantic Veröffentlichung: 24.01.2012 Homepage: www.halestormrocks.com
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Tracklist
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1. Love Bites (So Do I) 2. Rock Show 3. Daughter of Darkness 4. Here's to Us
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Info
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Band: Halestorm Album: Halestorm Spielzeit: 39: 25 min Plattenfirma: Atlantic Records Veröffentlichung: 21.05.2010 Homepage: www.halestormrocks.com
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Tracklist
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01. It’s not you 02. I get of 03. Bet u wish u had me back 04. Innocence 05. Familiar Taste of Poison 06. I’m not an Angel 07. What were you expected 08. Love/Hate Heartbreack 09. Better sorry than safe 10. Dirty Work 11. Nothing to do with love
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