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Band: Gwyllion
Album: The Edge Of All I Know
Spielzeit: 52:08 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Black Bards Entertainment
VÖ.: 03.04.2009
Homepage: www.gwyllion.com und www.myspace.com/gwyllionmetal
Wertung: 9,5 von 10
Im ersten Moment kann die Label Info Symphonic Female Fronted Metal schon abschrecken. Erwartet man doch einen weiteren Nightwish oder Within Temptation Klon. Das überlange Intro steigert die Spannung bis mit "Entwined" der erste Song loslegt. Und wie der abgeht. Schnelles Riffing und DoubleBass bestimmen die Szene. Dann die nächste Überraschung in Form von Sängerin Annelore Vantomme. Wer mit dünnem Sopran gerechnet hat kriegt hier gleich mal einen vor den Latz geknallt. Die Gute hat ein volles, kräftiges Organ mit einem breiten Spektrum. Diese stimmliche Bandbreite kommt in allen Songs voll zum tragen und unterscheidet die Band gleich mal von allen ähnlich gelagerten Bands. Der nächste grosse Unterschied zu Nightwish und Co. liegt im Songwriting. Man merkt einfach dass die Songs für Gitarre und Gesang geschrieben wurden und nicht auf pompösen Kitsch ausgelegt sind. Symphonische Elemente sind nur in Form von dezenten Keyboards oder Klavierparts zu vernehmen. Vereinzelt werden auch Violinen oder Flöten eingesetzt. Aber eben immer nur dezent. Dafür braten die Gitarren um so mehr. Hartes Riffing, grandiose Hooklines und klare Solos ohne Ende. Egal ob bei dem schnellen Kracher "Rage", dem mit Folkzitaten durchsetzten Ohrwurm "The Night Awakes" oder dem überragendem "A Thousand Words". Mit "Beyond  Goodbye" gibt es eine Power Ballade die den Namen wirklich mal verdient und das fast 8 Minuten Epos "Roots Of Reality" ist eine Achterbahnfahrt vom feinsten. Was Annelore in diesen Zeitraum aus Ihrer Stimme holt ist schier unglaublich. Einzig die das Album abschliessende Piano Ballade "Angelheart" wirkt ein bisschen deplaziert. An einer anderen Stelle der Scheibe wäre der Track besser aufgehoben. Bei diesem Album stimmt alles! Eine klare und kräftige Produktion von Jens Bogren (u.a. Opeth und Pain Of Salvation), ein passendes und stimmiges Cover und Booklet, grandiose Songs voll Power und die göttliche Stimme von Annelore machen diese Scheibe zur Pflicht für jeden Power Metal-, Progressive- und Symphonic Metal Fan. Kaufen!!!

Steve

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