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Seit der Song "Tongue Tied" für die aktuelle Apple Werbung auserkoren wurde, ist manchen von euch die Kombo GROUPLOVE, die eben dafür verantwortlich ist, ein Begriff. Nun hat auch die Promofirma gedacht, den Moment müssen wir nutzen und haben selbst unserem Magazin eine Promo des kompletten Albums zur Verfügung gestellt. Warum das ungewöhnlich ist? Nun mit harten Klängen haben GROUPLOVE rein gar nix am Hut. Und der Albumtitel führt ebenfalls gewaltig in die Irre, denn 11 der 12 Songs auf "Never Trust A Happy Song" sind genau das geworden. Fröhliche Mitsingsongs, die mich manches Mal an die frühen Tage von NADA SURF erinnern. Andere Vergleichbands kenne ich nicht, daher könnte es auch ein wenig hinken. Aber fröhlichen Alternative/Indie kenne ich eben nur von denen. Das Album beginnt echt ordentlich, denn "Itchin' On A Photograph" kann mit eingängigen Ohrwurmmelodien und der ungewöhnlichen hohen Stimme von Frontmann Christian Zucconi aufwarten. "Tongue Tied" kennt man dann ja eben von Apple, ebenfalls fröhlich und lustig. Bei "Lovely Cup" mischt sich dann noch ein wenig Sehnsucht in den Happy Sound und machen diesen Song dazu, dass er am ehesten haften bleibt. Gleiches gilt für das gute "Colours" ehe mit dem völlig deplatzierten "Slow" dann ein langsamer melancholischer Song dazu gesellt, bei dem GROUPLOVE aber ehrlich völlig versagen. Diese Mischung aus positiver Grundstimmung, komischen Samples und einer melancholischen Melodieführung führt bei mir unweigerlich zum Druck auf die Skip-Taste. Böses Foul. Leider erholen sich GROUPLOVE davon nicht mehr. Denn die nun folgenden Songs plätschern zwischen belanglos ("Naked Kids", "Betty's A Bombshell"), stilistisch nicht passend (Rockabilly Sound bei "Chloe") und stark an NADA SURF erinnnernd ("Spun" und "Love Will Save Your Soul") dahin, wobei die letzteren noch wirklich Spaß machen. So bleibt es nach einem starken Beginn und 4 wirklich guten Stücken leider bei einem kleinen Strohfeuer und man rettet sich gerade noch mit einem ordentlichen Album ins Ziel. Dass Potenzial vorhanden ist, beweist das beginnende Quartett, darauf kann aufgebaut werden. Warum aber sogar mein iTunes das Album dem Genre Rock zuordnet wird Apples Geheimnis bleiben.
Markus
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