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Ab sofort präsentieren wir jeden Montag ab
20.00 Uhr ein redaktionell geprüftes Album mit 3 Songs beim Internet Radio
www-rock-schmiede.de.
DJ Oldwoodstock wird euch außerdem mit weiteren Schmankerln einheizen.

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Außerdem gibt es jeden Mittwoch ab
 20.00 Uhr einen von uns ausgewählten Song aus einem brandaktuellen Album auf
www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

grand sermon - massive domain

Band: Grand Sermon
Album: Massive Domain
Spielzeit: 36:18 min.
Plattenfirma/ Label: MDD
Veröffentlichung:19.11.2010
Homepage: www.grandsermon.de
Wertung: 8 von 10
Massive Domain ist nach der Demo von 2001 das erste Lebenszeichen von Grand Sermon. Dass
erst weitere neun Jahre vergehen mussten, liegt wohl an der Präsenz in anderen Bands. Denn nicht
nur Bassist Stephan Fimmers von Necrophagist, auch die weiteren Bandmitglieder sind in anderen
Bands, wie Soul Demise oder Inrectum präsent. Gitarrist Martin Buchmann ist Gitarrenlehrer. In
diesem Album haben sich die vier Jungs aus dem süddeutschen Raum mit Dante Alighieris
Göttlicher Komödie auseinander gesetzt. Dabei reihen sie sich als Nachfolger von Komponisten wie
Franz Liszt, Peter Tschaikowsky oder Giacomo Puccini ein. Aber auch in der Metal-Ecke gibt es
einige Bands, die sich mit dem Stoff beschäftigt und in ihre Musik miteinfließen haben lassen. Zu
nennen sind hier zum Beispiel Sepultura oder Iced Earth. Und gerade im Metalbereich ist noch
einiges nachzuarbeiten, was die Vertonung von klassischer Literatur betrifft. Somit geht die Band
schon mal in die richtige Richtung. Die Göttliche Komödie besteht aus drei Teilen. Der Beginn der
Jenseitsreise, der Hölle und dem Läuterungsberg. So findet man bei Grand Sermon Titel wie
beispielsweise Morass Of The Wrathful Souls, Cerberus oder Shrine Of The Master. Schon der
druckvolle Anfangssong I Touched The Depths To Reach The Heights bläst einem förmlich das
Gehirn weg, die Gitarrensoli tun ihr übriges. Die Gitarren- und Bassriffs sind sehr dicht, wie auch
die Doublebass. Über diesem schweren, düsteren Klangteppich erhebt sich das Gegrowle von
Sänger Sebastian Heim. Richtig finster wirds dann beim zweiten Track Morass Of The Wrathful
Souls, der doomig und schleppend beginnt und sich dann in einen regelrechten Blastbeat-Regen
fortspinnt. Jaulende Gitarren unterbrechen die finstere Atmosphäre. Stimmungsaufbau gibts bei The
Gardens Of Minos: schon das Intro spielt mit den Erwartungen; nach dem Schlagzeug-Auftakt folgt
ein unheilvolles Gitarrenriff, anschließend wieder Schlagzeug auf die betonte Zählzeit mit
unterlegtem Riff-Teppich. Zu guter Letzt möchte ich noch meinen persönlichen Anspieltipp
Massive Domain nennen. Er erinnert an manchen Stellen an das Gebolze von Bolt Thrower. Hier
stimmt einfach alles: technisch äußerst anspruchsvoll mit metrischen Wechsel, passendes Gegrowle
und rumpelndes Schlagzeug. Insgesamt ist Massive Domain, also das Album, eine
abwechslungsreich gestaltete Platte, die mit Sicherheit noch länger im Gespräch bleiben wird.
Franziska

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