Header 2psd a black flash copy
>Free Counter

 

 

_wsb_320x240_Gotthard+Live+1 _wsb_320x240_Poodles+Live+4 _wsb_293x219_Gotthard+Live+7

Gotthard & The Poodles

 29.06.2007, München, Tollwood

Ein GOTTHARD-Konzert ist ja eigentlich immer gut besucht, aber was uns am 29. Juni rund um das Münchner Tollwood erwartet hat, könnte am Besten mit Menschenauflauf beschrieben werden. Aber mal der Reihe nach: Freitag abend mit dem Auto Richtung München ist ja eh etwas problematisch, aber rund um das Olympiagelände sind eigentlich immer genügend Parkplätze vorhanden. Eigentlich immer, nur nicht an dem besagten Tag, denn wie sich später herausstellte, war gleichzeitig im Olympiastadion auch noch ein Konzert der RED HOT CHILI PEPPERS. Um die 40000 Leute hatten sich dazu eingefunden, da waren natürlich nicht mehr so viele Parkmöglichkeiten für die im Vergleich „wenigen“ Besucher des Konzertes von GOTTHARD und den POODLES übrig. Anyway, nach ca. 45 Minuten Gewaltmarsch quer über die Rüben gerade noch rechtzeitig im heiligen Zelt auf dem Tollwood-Festival angekommen, wurde es auch schon ziemlich dunkel.

_wsb_162x215_Poodles+Live+2 _wsb_287x215_Poodles+Live+3
_wsb_161x215_Poodles+Live+1

Die POODLES enterten pünktlich die Bretter und gaben von Anfang an alles um das Münchner Publikum von ihren Qualitäten zu überzeugen. Anfänglich noch etwas leiser beklatscht, wurde der Applaus von Song zu Song lauter und euphorischer. Kein Wunder, denn die Schweden spielten sich quer durch ihr wirklich erstklassiges Debüt „Metal Will Stand Tall“ und ließen keinen „Hit“ aus. So kamen u.a. der Titelsong, „Don´t Give Up On Love“ und “Echoes From The Past“ zum Zuge. Frontgaul Jakob Samuel kam ein weiteres Mal rüber, wie der (Zwillings-) Bruder von MÖTLEY CRÜE´s Vince Neil, sowohl im Acting als auch was die Wahl der Klamotten anging. Wahnsinnig geil kam dann auch die Halbballade “Song For You”. Zwar wurden die Passagen von Jonas Samuelsson-Nerbe (Opernsänger und Jakob Samuels Bruder) von der Konserve eingespielt, was aber trotzdem wirklich mächtig daherkam. Außerdem gipfelte der Song in einem Guitar Solo von Pontus Norgren und einem kurzen Drum Solo von Christian Lundqvist, echt der Hammer. Während dieser Zeit war der Sänger dann auch kurz verschwunden, um sich nach ein paar Minuten neu und ganz in weiß gedresst zu präsentieren. Danach gabs mit „Seven Seas“ auch noch einen Song vom kommenden Album zu hören, das laut Shouter Samuel evtl. noch diesen Herbst käuflich zu erwerben sein wird. Nach genau 40 Minuten guter Laune setzte dann das furiose „Night Of Passion“ einen gelungenen Schlusspunkt, und ich möchte behaupten, dass die Schweden hier wieder einige Scheibchen unters Volk gebracht bzw. viele neue Fans hinzugewonnen haben.

_wsb_323x242_Poodles+Live+5

Danach ging es in eine mit über einer halben Stunde sehr langatmige Umbaupause, in der ein großer Teil der POODLES-Scheibe noch einmal im Hintergrund lief. Dann war es endlich soweit, die ersten Töne des Intros erklangen:

_wsb_285x214_Gotthard+Live+3
_wsb_160x214_Gotthard+Live+2 _wsb_160x214_Gotthard+Live+6

Die Schweizer rockten auch gleich mit „Master Of Illusion“ und „Gone Too Far“ vom aktuellen Output „Domino Effect“ ordentlich los und zeigten sich vom ersten Augenblick an in bester (Spiel)-Laune. Im Laufe des Gigs gab es ein buntes Programm aus altem und neuem Liedgut, wobei sich allerdings herausstellte, dass die Jungs um Sänger Steve Lee den Schwerpunkt auf die letzten Veröffentlichungen gelegt hatten. Von den ersten drei Scheiben schaffte es mit „Hush“, „Mountain Mama“ und „Sister Moon“ nur je ein Song ins Programm, während speziell die letzten beiden Silbertorten ordentlich vertreten waren. Bei „Anytime Anywhere“ und der aktuellen Single „The Call“ kochte die Halle, sorry das Zelt und die Stimmung war schnell am Siedepunkt angelangt, welcher dann auch den restlichen Abend anhielt. Natürlich durften auch die beliebten Balladen nicht fehlen, die mit „One Life, One Soul“ und „Heaven“, dem bereits erwähnten „The Call“ und „Falling“ vom aktuellen Longplayer (als Zugabe) doch für die Verhältnisse der Tobleronerocker sehr dünn gesät waren. Auch Gitarrist und Bandkasper Leo Leoni ließ es sich nicht nehmen, sein berühmtes Bierflaschensolo hinzulegen, was aber während des ganzen Auftritts auch das einzige seiner Art bleiben sollte. Denn aufgrund der doch begrenzten Spielzeit bis 22 Uhr hieß es, dem Publikum noch ordentlich einzuheizen, und das gelang GOTTHARD an diesem Abend wirklich perfekt. Zwar habe ich speziell den Partysong „Mighty Quinn“ etwas vermisst, aber stattdessen gab es eine geile Version von „Lift U Up“, was einen ähnlichen Mitgröleffekt hatte. Auch die Übernummer „Firedance“ haben die Jungs leider „vergessen“, was ich persönlich etwas schade finde, aber schließlich gibt es nach so vielen Alben wirklich genug anderes Material, das mal zum Zuge kommen sollte. Nach 75 kurzweiligen Minuten gingen dann auch schon zum ersten Mal die Lichter aus und die Band machte sich kurzzeitig vom Acker, um nach ohrenbetäubenden Zugaberufen mit der wunderschönen Ballade „Falling“ erneut Gänsehaut zu erzeugen. Darauf folgte mit „The Oscar Goes To You“ ein weiteres Stück von „Domino Effect“, bevor sich langsam das Ende dieses Abends ankündigte, indem die Jungs erneut die Bühne verließen. Aber die Münchner Fans wollten die Band nicht ziehen lassen und forderten erneut lauthals eine Zugabe, die sie dann auch prompt bekamen. Dann war aber nach 2 Songs incl. dem abschließenden „Domino Effect“ wirklich Schluss im Dom und jeder Anwesende konnte sich wirklich glücklich auf den Heimweg machen bzw. noch ein bisschen auf dem Tollwood bummeln.

_wsb_292x219_Gotthard+Live+4
_wsb_276x206_Gotthard+Live+8
_wsb_276x206_Gotthard+Live+9

Die Zusammenfassung dieses Abends ist ganz schnell gemacht: GOTTHARD sind spätestens jetzt wieder zu alter Härte erstärkt und haben ein megageiles Konzert ohne Schwächen gezeigt, spielerisch immer obenauf, symphatisch sind sie sowieso, da kann man sich getrost noch einmal auf eines ihrer folgenden Gastspiele begeben, denn langweilig wird’s garantiert nicht. Einziger minimaler Kritikpunkt wären die Lichtshow bzw. die Effekte, die waren spärlich, aber eine großartige Combo wie es GOTTHARD nun mal sind, lassen so etwas nicht missen und können solche Kleinigkeiten locker mit ihren Qualitäten ausmerzen. Auch die Anheizer von den POODLES haben wieder eine sehr solide Leistung gezeigt und damit allen unwiderruflich klar gemacht, dass wir von den vier Schweden noch einiges erwarten können.

_wsb_275x206_Gotthard+Live+11
_wsb_275x206_Gotthard+Live+10 _wsb_293x219_Gotthard+Live+7
Schwein schwarz copy klein

ODER  UND 

 

Marshall Amp cut 2 ohne schrift left