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giant - promise land

Band: Giant
Album: Promise Land
Spielzeit: ? min.
Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Veröffentlichung: 26.02.2010
Homepage: www.gianttheband.com
Wertung: 8,5
Fast ein Jahrzehnt nach dem Comeback-Album “III” melden sich die Amis mit ihrem vierten Langeisen “Promise Land” eindrucksvoll zurück. Ein Comeback vom Comeback sozusagen, denn zwischen Album Nr. 2 “Time To Burn” und dem eben erwähnten “III” lagen auch ganze 10 Jahre. Aber dieses Mal hat sich zumindest personell einiges getan. Beim Vorgänger fehlte von der Originalbesetzung nur Keyboarder Alan Pasqua (dieser hatte sich ja schon kurz nach der Veröffentlichung des Zweitlings 1991 verabschiedet), der ersatzlos gestrichen wurde und GIANT in dieser Konstellation als Powertrio fungieren ließ. Aber Ur-Sänger Dann Huff konnte sich beim letzten Album noch einigermaßen Zeit freischaufeln, um die Vocals selbst zu zelebrieren - dieses Mal war er nur für einen Teil der Produktion, einige Gitarren-Leads sowie einige Songs aus seinem Fundus zu gewinnen. Kein Wunder, denn Dann Huff ist schon seit langer Zeit einer der gefragesten Produzenten der Nashville-Szene (und nicht nur da). Als Ersatz wurden WINGER-Gitarrero John Roth und Ex-STRANGEWAYS Shouter Terry Brock gewonnen. Somit sind von den “alten” GIANT nur noch Drummer David Huff und Bassist Mike Brignardello übrig. Soviel zu den Personalfragen, widmen wir uns jetzt aber der Musik. Kraftvoll und melodiös kommt er daher, der Eröffnungstrack “Believer (Redux)”. Da bleibt kein Auge trocken – genauso habe ich mir dieses Album gewünscht. Auch die restlichen Songs geben das her, was der Name GIANT verspricht: Melodicrock auf höchstem Niveau – und anno 2010 kommen auch die JOURNEY-Anleihen ziemlich deutlich zum Vorschein. Und obwohl der ganz große Hit fehlt, gibt es nichts zu meckern. Weitere Anspieltipps könnten beliebig ausgewählt werden, es gibt nur starke Songs auf “Promise Land”. Auch Terry Brock´s Stimme fügt sich wunderbar in dieses Gefüge ein und lässt Dann Huff fast vergessen, aber eben nur fast. Muss ich noch erwähnen, dass bei Beteiligten wie Dann Huff, Ben Fowler und Joe Palmaccio der Sound wirklich erste Sahne ist?
Eines lässt sich abschließend mit Sicherheit feststellen: Wer bisher auf GIANT gebaut hat, kann dies auch weiterhin tun, egal wer hier den Mikroständer schwingt oder in die Drähte greift. “Promise Land” ist einiges stärker als der Vorgänger “III” und kann sich fast mit den beiden ersten Scheiben messen (wobei dies natürlich eine ganz andere Zeit war).
Stefan
 

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