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gamma ray - awesome foursome

Band: Gamma Ray
Album: Hell Yeah – The Awesome Foursome
Spielzeit: 125:02 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Steamhammer/SPV
Homepage: www.gammaray.org oder www.myspace.com/gammaray
Wertung: ohne Wertung
Live-Album Nummer 3 in 12 Jahren, über Sinn oder Unsinn einer solchen Platte kann man streiten, oft werden solche Veröffentlichungen als Geldmacherei oder Überbrückung einer langen Durststrecke abgetan, auf der anderen Seite ist es immer interessant zu sehen, wo eine Band zu dem Zeitpunkt der Aufnahme gerade steht oder stand. Fakt ist aber, dass mit der Amerika-Tour anno 2006 ein lang gehegter Wunsch für die Band in Erfüllung gegangen ist, und das ist ja doch ein triftiger Grund, davon ein Ton- bzw. Bilddokument zu veröffentlichen. Ja, denn es gibt neben dieser Doppel-CD auch noch eine dreifach DVD mit jeder Menge Bonus-Features. Das wurde ja auch langsam Zeit, denn die bisherigen DVD´s waren ja nur Wiederveröffentlichungen alter VHS Geschichten. Objekt dieser Besprechung ist aber auch „nur“ die Doppel-CD, deren Release-Datum (wie auch das der DVD) schon ein paar mal verschoben wurde, und los geht’s: Zu hören ist das komplette Konzert von Montreal, das am 06.05.2006 im Medley aufgezeichnet wurde, dazu gibt es noch 4 Tracks vom aktuellen „Land Of The Free II“ Album als Bonus. Wer GAMMA RAY einmal live erlebt hat, weiß, welche Qualitäten die Mannen um Kai Hansen auszeichnet, was ich auch sehr positiv aufgenommen habe ist, dass hier nicht bis auf Teufel komm raus alles geschönt und nachträglich verbessert wurde, denn es ist schon mal der ein oder andere kleinere Spielfehler herauszuhören, was ja nicht weiter tragisch ist, ebenso wie die Tatsache, dass Kai´s Stimme bei manchen Passagen an seine Grenzen stößt. Was den Sound des Rundlings angeht, wurde natürlich nachgeholfen, die Live-Stimmung wiederum aber recht gut eingefangen. Selbstverständlich sollte das auf der DVD aber noch besser zur Geltung kommen. Mit Sicherheit wird kein GAMMA RAY-Fan enttäuscht sein, zumal viele ältere Songs von „Somewhere Out In Space“ oder „Land Of The Free“ zum Einsatz kommen. Außerdem gibt es mit „I Want Out“ auch noch einen Song aus der HELLOWEEN-Ära Hansens zu hören. Auch die Überschneidungen mit den beiden anderen Live-Scheibletten halten sich in Grenzen. Alles in allem bietet „Hell Yeah – The Awesome Foursome And The Finnish Keyboarder Who Didn´t Want To Wear His Donald Duck Costume”, so der volle Titel, über 2 Stunden tolle Live-Unterhaltung auf hohem Niveau. Lustiger Titel, sagt Ihr? Hm, der ist ganz schnell erklärt: Mit an Bord für die US-Tour war ein gewisser Eero Kaukomies, seines Zeichens Finne und eigentlich Keyboarder der GAMMA RAY Coverband GUARDIANS OF MANKIND aus Helsinki. Während der Tour fiel Henjo (Richter, g.) auf, dass Eero irgendwie einen etwas „entigen“ Laufstil hat. Daraufhin entstand die Idee, ihn bei der Show in Montreal in ein Donald Duck Konstüm zu stecken, was bei Eero auf wenig Zustimmung stieß. Daraus wurde sozusagen ein Running Gag und somit der Untertitel dieser CD.
Stefan

 

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