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Aus der Asche der progressiven Power Metaller MINDCRIME entstanden, die vielleicht einigen von euch noch ein Begriff sein könnten, da sie drei recht gute Alben ("Never Like Forever", "Tourniquet Sleep" und "Stranded") und eine vielbeachtete EP ("Burning Glass") veröffentlichten, ehe sie das Zeitliche segneten, kommt FIRESCENT nun mit ihrem Debütlongplayer um die Ecke. Und was macht ein Rezensent mit einem Debütalbum erstmal, um es euch zu erleichtern? Er versucht Parallelen zu bekannten Bands zu finden bzw. zumindest eine Schublade, damit ihr euch einen Begriff machen könnt, wie die neue Gruppe denn so klingt. Und was machen FIRESCENT? Die lassen sich einfach nicht kategorisieren.
Zu viele Einflüsse spitzen hervor, von NEVERMORE bis ANATHEMA bis EARSHOT bis LABYRINTH, und vor allem haben FIRESCENT eine absolut eigene Note. Etwas progressiver, verdammt abwechslungsreich mit viel Wert auf Melodien, trotzdem hart und eindringlich. Besonders Sänger Christoph Weller hat es drauf sämtliche Emotionen zu transportieren, mal klingt er etwas zerbrechlich, dann klar, dann aggressiv, je nachdem wie es der Song benötigt. Bestes Beispiel das harte "Moving Skywards", das wirklich mächtig aus den Boxen drückt, nur damit das folgende "Convenience Mark" zart und traurig wirkt. Das ist einfach moderne Rock bzw. Metal Musik, die mit viel Gespür für die Feinheiten eingespielt wurde und bei der man in jeder Sekunde merkt, dass hier erfahrene Musiker mit viel Herzblut am Werken sind.
Manchmal fehlt mit noch ein wenig der zündende Funke ("Concrete Shores" und "Revealing Fire" laufen völlig an mir vorüber ohne auch nur eine Sekunde Eindruck zu hinterlassen), um wirklich ein absolut geiles Album abgeliefert zu haben. Als Fazit möchte ich aber jedem Fan von progressiv angehauchtem Metal FIRESCENT als neuen Geheimtipp angedeihen lassen, "Passengers" hat wirklich viel zu bieten und dürfte den großen Bands der Szene vielleicht einen kleinen Schrecken einjagen können. Markus
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