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"Alte Besen kehren schlecht". Dieses Sprichwort trifft nicht immer zu. Besonders nicht, wenn es um den mir folgenden Longplayer geht. Dennis Frederiksen, besser bekannt unter seinem Spitznamen Fergie, ist wahrhaft ein alter Hase in diesem Geschäft. Schon in den 80er Jahren begann seine Karriere unter anderem in Projekten wie Toto, Survivor, LeRoux oder Trillion. In den beiden ersten Fällen wissen wir heute, das die Zusammenarbeit nicht dauerhaft anhielt. Fergie, trotz einer festgestellten Hepatitis-C Erkrankung Mitte der 2000er, erhob mit seinem Freund Tommy Denander (Europe, Yngwie Malmsteen, Richard Marx) das Projekt Radioactive ins Leben und gründete ganz nebenbei seine gleichnamige Foundation zur Bekämpfung von Hepatitis-C.
Jetzt, nach einem Solo-Versuch in den 80ern unter anderen Namen (David London), wagt Fergie einen erneuten Versuch. Und dieser Versuch ist nicht mißlungen. Jedenfalls kann man ganz klar die Riege der Bands erkennen, in denen er über Jahrzente mitgewirkt hatte. Ob es nun Einflüsse von Toto, Survivor, Journey oder LeRoux sind. Dem Hörer bietet sich hier ein breites Angebot an solider AOR-Musik. Der ganz große Wurf dürfte ihm dabei allerdings wieder nicht gelingen. Zu eindeutig sind die Abläufe, die Hooklines erfüllen jedes Klischee nach Schema-F.
Mit anderen Worten, solide erarbeitet, nicht mehr und nicht weniger. Weder einen Hit darf man hier erwarten, noch einen Ausrutscher. Denn für letzteres ist Fergie defintiv zu lange im Geschäft, als das er sich hier die Butter vom Brot nehmen lassen läßt. Es ist ein wenig wie mit der musikalischen Untermalung im Restaurant. Ist sie da, nimmt man sie kaum wahr. Man merkt es erst, wenn sie nicht mehr spielt.
Jockel
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