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Wertung: 7 von 10

KÄNGURUS rocken! Das wissen wir ja schon länger und einige haben schon richtig viele Falten am Sack, rocken sich diesen im wahrsten Sinne des Wortes ab - AC/DC –, liegen gemütlich und wohlverdient auf diesem - ROSE TATTOO -, oder gehört definitiv, aufgrund eines schlechtem Comeback Albums, abgeschnitten – MIDNIGHT OIL . Natürlich gibt es auch weitere Bands, die qualitativ hochwertigen Rock/ Metal bieten z.B. WHITE WIDDOW, THE POOR, PEGAZUS, MORTAL SIN etc. etc. etc..

100 Percent Rock veröffentlichen mit der aktuellen EP der Gruppe DIAMOND EYE ein wirklich interessantes Scheibchen. Bisher kannte ich nur 2 ältere Songs des Vierers, die zwar nett anzuhören sind, aber auch nicht zu Begeisterungsstürmen animieren. Ihr aktueller Output „Sound Of The Guns“ präsentiert die Aussies von einer ganz anderen Seite. Mit einer Mischung aus KISS („Revenge“ Phase), MAIDEN, OZZY OSBOURNE und METALLICA (die Jungs mögen wohl das schwarze Album) wissen sie mir zu gefallen.

DIAMOND EYE sind in West Australien - Perth beheimatet, jenem Städtchen, in dem sich die letzte Ruhestätte (Stadteil Fremantle) von Bon Scott befindet. Gegründet hat sich die Combo 2007 und war seitdem regional aktiv. Den Titelsong, des aktuellen Outputs, hat die WEST AUSTRALIAN MUSIC INDUSTRY, in der Kategorie „Best Song 2011“, nominiert. Bisher hat die Band eine Live CD/DVD herausgebracht, welche letztes Jahr erschien. „SOTG“ ist nun ihr erstes offizielles Studiorelease und wurde von Levon Zervos (u.a. KISS) soundtechnisch aufbereitet.

Die Band besteht aus:
Will Kelly - Lead Vocals/Rhythm Guitar
Greg Fawcett - Lead Guitar/Backing Vox
Chase Cameron - Bass Guitar/Backing Vox
Danny Torre - Drums

Die fünf Songs, auf der Debüt EP, bieten zwar nichts neues und erinnern mit jeder Note an ihre Vorbilder, machen aber einfach eine menge Spaß. Wer schon immer wissen wollte, wie ein Mix aus den oben genannten Bands klingt, sollte an dem Material seine wahre Freude haben. Die Band versteht ihr Handwerk und präsentiert sich von einer sehr soliden Seite. Besonders Fawcett's Gitarrenspiel ist stark vom klassischen, britischen Metal beeinflusst. Zu seinen absoluten Faves zählen unter aller Garantie IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST, denn deren Einfluss ist eindeutig hörbar. Sänger Will Kelly's Stimme erinnert mich manchmal an Ozzy, als dieser CHER noch nicht als Vorbild hatte.

Der Opener „Waiting For Me“ geht als eine Mischung aus KISS und OZZY OSBOURNE durch und hätte auch auf „Revenge“ (für mich immer noch eine der besten Veröffentlichungen der Schminkmonster) stehen können. Fawcett's Solo ist der heimliche Winner, neben einem sehr einprägsamen Refrain, der Nummer. Der Melodic Rocker „Closer To The Sun“ ist ein ganz klarer Punktgewinn für Kelly, der mit seinem klaren Gesang Akzente setzt. Fawcett beweist das er ein wirklich guter Gitarrist ist. Für mich ist der Song ganz klar der Favorit auf dem 5 -Tracker. Das stampfende „Atlantis“ ist für mich ein kompletter Ausfall. Weder die instrumentale-, noch die gesangliche Leistung konnte mich beeindrucken. Der Song ist mir zu einfach gestrickt und es kommt ein leichter Anflug von Langeweile bei mir auf. „Machine“ ist eine düstere und schwerfällige Heavy Rock Nummer, bei der METALLICA – Einflüsse ganz klar, im Gitarrensound, vertreten sind. Richtig episch wird es mit dem, oben erwähnten, Titeltrack. „Sound Of The Guns“ ist purer und unverfälschter Metal, der ganz in der Tradition von MAIDEN und/ oder PRIEST steht. Nach gut 23 Minuten endet die EP und hinterlässt bei mir einen soliden Eindruck.

Der erste Studio Output von DIAMOND EYE bietet zwar nichts weltbewegendes, sorgt aber für einen unterhaltsamen Zeitvertreib.

Alle Anhänger, der im Text erwähnten Bands, sollten ein Ohr riskieren und sich selbst ein Urteil bilden.

Von meiner Seite gibt es 7 Punkte.

Götz

Diamond Eye Sound Of The Guns Front

Info

Band: Diamond Eye
Album: Sound Of The Guns - EP
Spielzeit: 23:07 min.
Plattenfirma: 100 Percent Rock
Veröffentlichung: 14.10.2011
Homepage:
www.diamondeyeofficial.com

Tracklist

1. Waiting For Me
2. Closer To The Sun
3. Atlantis
4. Machine
5. Sound Of The Guns

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