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Vor vier Jahren veröffentlichten die Schweizer Metaller DARKMOON ihre erste Scheibe „APOCALYPTIC SYNDROME“, das Zweitwerk „WOUNDS“ wird dieser Tage via STF Records den Weg in den einen oder anderen Metallerhaushalt finden. Die Fünf Schweizer prügeln sich mit einer brachialen Gewalt durch die 9 Tracks der Platte dass einem Hören und Sehen vergeht, vergessen jedoch nie...und das zeichnet sie aus, hier und da mal die Handbremse anzuziehen. So ergibt sich in 45 Minuten ein homogenes Stück Hartmetall. DARKMOON haben die handwerklichen und kompositorischen Fähigkeiten um auf dem Markt weiterzukommen.
Die Band sollte ihrem Shouter Mattias Borer allerdings dringend ans Herz legen einen Gesangstrainer zu engagieren. Zu eintönig shoutet und growlt sich Borer durch die neun Tracks der ansonsten guten Scheibe, dass es doch ziemlich schnell nervt.
Dabei hat die Mischung der Stile, die Darkmoon abliefern, durchaus ihren Reiz. Death- und Thrash - geben sich mit sauber strukturiertem reinem HeavyMetal die Klinke in die Hand. Klug platzierte Breaks sorgen für reichlich Abwechslung auf „WOUNDS“. Der Opener „The Sword“ brettert knüppelnd durch die Boxen, hier hat das Frontgerülpse noch seinen Charme...abgelöst von der melodiösen Uptemponummer „Rise Up“, die mit anderem Sänger ein Highlight geworden wäre. „Conquistadors“ beginnt doomig und hart. Die beiden Gitarristen Christian Waltert und Gianrichy Gamboi leisten hervorragende Arbeit und schaffen einen interessanten Songaufbau. Unnötig zu erwähnen was mich auch hier stört. Leute, ich kann es nicht ändern. Sonst ein hervorragender Song, schade.
Den Tiefpunkt der Platte erleben wir mit der folgenden Nummer „Seki State“, gesangstechnische Eintönigkeit ohne jegliche Aussagekraft aus der Mülltonne, Deckel auf... Krümelmonstergrunzen raus...Deckel zu. Knapp danach schaudert es mich bei dem ansonsten hervorragenden „Where The Old Gods Sleep“, und so geht es unverändert weiter. Mehr muss ich nicht sagen. Ausgerechnet mit der Schlussnummer „Sentence Divine“ kommt man in die Versuchung doch nochmal etwas genauer hinzuhören. Plötzlich passt der ansonsten schwache Gesang, die stakkato/hardcorelastige Struktur des Stücks kommt dem montonen Gebelle sehr entgegen.
Schade schade schade...Chance vertan. Mit der hoffentlich nächsten Scheibe werden DARKMOON bestimmt aus Fehlern gelernt haben und uns ein saustarkes Drittwerk abliefern.
So gibt es fette acht Punkte für das musikalische Grundgerüst und zwei für den Gesang. Geteilt durch zwei bleiben unterm Strich aufgerundete 5 von 10.
Anspieltipp: Conquistadors, Sentence Divine
Bernd
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