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Ab sofort präsentieren wir jeden Montag ab
20.00 Uhr ein redaktionell geprüftes Album mit 3 Songs beim Internet Radio
www-rock-schmiede.de.
DJ Oldwoodstock wird euch außerdem mit weiteren Schmankerln einheizen.

Flyer-Paranoid

Außerdem gibt es jeden Mittwoch ab
 20.00 Uhr einen von uns ausgewählten Song aus einem brandaktuellen Album auf
www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

dark order - cold war of the condor

Band: Dark Order
Album: Cold War Of The Condor
Spielzeit: 76:29 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: Battlegod Productions/Twilight-Vertrieb
Veröffentlichung: 20.2010
Homepage: www.myspace.com/darkorder oder www.darkorder.com.au
Wertung: 8 von 10
Von den Australiern Dark Order hat man bis dato in unseren Landen noch nicht viel gehört.
Und doch haben sie nun ihr bereits viertes Studioalbum Cold War Of The Condor
herausgebracht. Die Band wurde 1992 unter dem Namen Vanadium gegründet, musste sich
aber bald umbenennen, da es in Australien bereits eine Formation mit dem Namen gab.
Musikalisch bewegen sie sich im Thrash – und Death-Bereich und lehnen sich stark an die
Bay-Thrasher an. Die Texte kreisen um Themen wie Politik, Geschichte und Religion. Los
gehts mit September 11th 1973, dem ersten Track des Albums. Hier geht es um den Putsch in
Chile und den Versuch, wieder demokratische Verhältnisse zu schaffen. Die wütenden Shouts
von Sänger Raul Ignacio Alvarez Garcia und das Riffgewitter beschreiben ganz gut, wie so ein
Putsch aussehen bzw. sich anhören kann. Auch die Original-Einsprecher, die man im Intro
hören kann, versuchen einen Bezug zur Geschichte zu schaffen. Die nächsten Songs sind
ähnlich aufgebaut: straighter Sound durch abgehackt gespielte Riffs und schneller Bass-
Drum. Die insgesamt 14 Songs erzählen alle eine Geschichte und somit kann man Cold War
Of The Condor als Konzeptalbum bezeichnen.
Leider fällt beim Anhören sofort auf, dass es sich auch um ein Album von Slayer handeln
könnte. Bei Stage Of Siege erinnert der Gesang stark an den von Tom Araya, auch die
halsbrecherischen Riffs und die schnelle Bass-Drum tragen den Stempel der Bay-Thrasher.
Den einzig wirklichen Unterschied bietet die Ballade A Lament For Victor Jara, denn hier
wird spanisches Kolorit durch Flamenco-Gitarre und spanischen Text eingeflochten. Bei
Tears Of The Exiled fällt die Ähnlichkeit zu Violent Revolution von Kreator auf. Der Song
wirkt durch die straight gespielte Gitarrenriffs und Breaks sehr hart, aber auch melodisch.
Ein Element, das die Essener erst Anfang 2000 mehr berücksichtigt haben. Caravan Of
Death ist ein Hammer-Song, der eine eigene Durftmarke aufweist. Er hat einfach alles, was
sich ein Thrasher-Herz wünschen kann. Ruhige, melodische Passagen, brutaler Gesang,
rasche Tempo-Steigerungen bei den Drums, bisweilen hämmernder Rhythmus und fiese
Gitarrenriffs. Ein schönes Drum-Intro gibts bei Cold War Of The Condor. Danach gehts
richtig los mit: Black-Metal Riffs gepaart mit einer Drum-Walze, dazu düsteres Gegrowle.
Hier darf sich Drummer Marco Augusto Alvarez Garcia so richtig austoben und zeigen, was
er kann. 14 Songs à 6 Minuten im Schnitt sind aber einfach zu viel für ein Album. Der
geneigte Thrasher sieht sich damit vermutlich überfordert. Dennoch sei gesagt, dass sich das
Anhören lohnt. Es gibt zwar eine Rüge für die allzu auffällige Stil-Kopie und die Überlänge
des Albums, doch regt es zum Moshen an und bietet einige technisch-anspruchsvolle
Elemente.
Franziska

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