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Band: Damn Seagulls Album: Hunting Season Spielzeit: 38:20 min. Plattenfirma/Vertrieb: Fullsteam Records/PIAS Homepage: www.damnseagulls.com oder www.myspace.com/damnseagulls Wertung: 9,5 von 10 Die Finnen sind schon ein seltsames Völkchen. Allerdings auch Wiege einiger wirklich herausragender Bands und die verfluchten Möwen gehören ab heute ebenfalls dazu. Denn das dritte Album der DAMN SEAGULLS paart Kreativität, Eigenständigkeit mit Einflüssen aus 50 Jahren Musikgeschichte. Hier klingt jeder Song anders, doch der rote Faden wird nie verloren. Auf „Hunting Season“ sind 9 Songs vertreten, die jeder für sich einen ganz andere Sprache spricht. Nach einem kurzen Intro legen die Finnen schon fast Ska-mäßig los. Die Drums peitschen nach vorne, das Keyboard wummert, das Saxophon setzt Akzente, der Refrain ist ein einziger Ohrwurm und erst die Bridge – Wahnsinn, die Beine fangen von selbst an zu zappeln. Jawohl „Novus Ordo Mundi“ sollte Stammgast auf jeder Party sein, spätestens beim zweiten Mal wird die Tanzfläche brechend voll. Ganz anders das folgende „Dead Pigeons“, eine leicht melancholische, vom Piano getragene Strophe, die Bridge steigert sich langsam ehe im Refrain doch wieder die Fröhlichkeit durchblitzt. Anschließend folgt der nächste Oberhammer. „Libertine“ ist einer der genialsten Rocksongs der letzten Jahre. Die Melodien kriechen wirklich den Rücken hinauf und verursachen eine Gänsehaut. Ich bin völlig hingerissen. „The City Takes Care Of It“ ist dann ein richtig guter Popsong mit Slide Gitarre geworden, der beim Refrain kurz aufhorchen lässt. Easy Listening mit Anspruch. Bei „Mad Max“ huldigt man den 60er Jahren, ehe bei „Gone By The Dawn“ die Melancholie Keule rausgeholt wird. Nicht schlecht beides, aber nicht so überragend wie zu Beginn des Longplayers. „The New Breed“ lässt dich dann wieder richtig abrocken, coole Mischung aus Punk, Westcoast und Alternative Rock. „The Moon Keeps Me Co.“ ist eine gelungene Ballade, eher „Sunday 6.A.M.“ mit verträumten leicht psychedelischen Arrangements das Album abschließt. Keine leichte Kost der Schluß, aber nach mehrmaligem Hören kann auch dieser gefallen. „Hunting Season“ schafft es auf Anhieb in meine persönliche Hitliste 2009 und auch ihr solltet euch nicht scheuen, das Teil ganz schnell zu kaufen. Jeder, der über ideenlose Radiomucke klagt, muss die DAMN SEAGULLS als Gegenargument im CD Regal stehen haben. Wir versuchen die DAMN SEAGULLS jedenfalls ins Radio zu bringen. Genaueres folgt in den News.
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