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Band: CRYSTAL TEARS Album: Generation X Spielzeit: 42:10 min Plattenfirma: 7Hard Veröffentlichung: 18.06.2010 Homepage: www.myspace.com/crystaltearsgr Wertung: 8 von 10 Im Jahre 2006 veröffentlichten die griechische Band CRYSTAL TEARS ihr Debütalbum „Choirs of Immortal“. Bemerkenswert daran war und ist, dass dieses Debüt erst 9 Jahre nach der eigentlichen Gründung der Band das Licht der Welt erblickte. Nun folgt vier Jahre nachdem Erstling „Generation X“. Eine große Änderung hat es gegeben. Nachdem beim Debüt der Gesang in weiblichen Händen (Natasa Pandreia) lag, die zwar richtig hübsch anzuschauen war, aber gesanglich nicht bei allen Kritikern überzeugt hatte, haben die Griechen den Sangesposten neu besetzt und zwar mit dem VENGEANCE und ELEGY Fronter Ian Parry. Dieser stellt namentlich schon mal eine klare Steigerung da. Wir werden sehen ob es sich auch musikalisch und gesanglich so verhält. Des Weiteren besteht die Band aus dem Gründer Chrisafis Tantanozis (Schlagzeug), Dimitris Goutziamanis (Gitarre) und Stratos Dionisopoulos (Bass). Stilistisch ist die Band in der Power Metal Ecke anzusiedeln. So dann schauen wir mal wie sich das neuen Album von CRYSTAL TEARS schlägt und ob es der Band neue Türen öffnet. Gleich der Opener „Inner Spirit“ legt mächtig los. Druckvolles Riffing und ein sehr abwechslungsreichen Drumming sowie viele Tempowechseln sind das Markenzeichen des Songs. Dazu kommt dann noch die sehr raue, kraftvolle Stimme von Ian Parry, die sich von anderen Sängern abhebt und dadurch einen prima Wiedererkennungswert. Eine gute Eröffnung ,die dem Hörer gleich klar macht was ihn hier erwartet. Power und Druck ohne Ende. Beim nächsten Song „Heroes“ geht es ein wenig melodischer zur Sache. Druckvoll ist das Teil trotzdem, also keine Sorge liebe Leser. Wieder umschmeicheln schöne Melodiebögen unsere Ohren, bevor wieder der intensive Gesang einsetzt. Der Chorus ist auch nicht von schlechten Eltern. Das Ganze ist wirklich eine runde Sache. Äußerst gelungen der Song. „Nightmare Serenade“ der 3. Track der Scheibe, zu dem es im Übrigen auch ein Video gibt, ist etwas aggressiver und im Midtempo Bereich angesiedelt. Das Teil hat einen tierischen Groove, dem man sich nachdem ersten Hören schon nicht mehr entziehen kann. In meinen Augen eines der Highlights der gesamten Platte, welches dann auch noch mit einem catchy Chorus ausgestattet ist. Feine Sache! Song Nummer 5 ist selbstbetitel und hört ergo auf den Namen „Crystal Tears“. Am Anfang wirkt er etwas langsam und seicht und es wird mit viel Gefühl gesungen. Dann setzt aber wieder das Spiel von Dimitris ein und schon haben wir wieder die bisher schon bekannten Bandstärken, Intensität, starke Melodien und eine starke Gesangsleistung. Apropos Gesang, Sänger Ian Parry macht seine Sachen nicht nur hier sehr gut. Seine Stimme passt eigentlich perfekt zu der Spielart von CRYSTAL Tears, er hat einfach den notwendigen Druck und die Powern um die Stücke 1 A zu vertonen. Eine würdige Bandhymmne haben die Jungs hier geschaffen. Bei „Rock until we fall“ regiert wieder ein wenig mehr die Melodic, der der Band aber auch richtig gut zu Gesicht steht, wie ich finde. Hier werden ein wenig die bisher eingeschlagenen Pfade der Mystik und der aggressive Riffs verlassen und wir haben es mit einem einfachen Heavy Rock Song zu tun. Naja einfach trifft es nicht ganz, mitreißend schon eher. Das Ding fräßt sich gerade zu in die Gehörgänge und man kann einfach nicht anders und groovt fleißig mit. Sänger Ian greift hier auch zu hören Screams und beweißt hierdurch auch seine Vielseitigkeit und mal wieder seine Klasse. Coole Nummer, sticht ein wenig heraus und gefällt mir wirklich gut. Ein wenig verlassen CRYSTAL TEARS nun die Kräfte, so scheint es zumindest. Die restlichen Tracks sind nicht mehr ganz so stark. Dadurch bleibt leider ein etwas fader Beigeschmack, denn die erste Hälfte der Platte war wirklich gut und hat überzeugt.
Anspieltipps:
Leider ist nicht alles Gold was hier glänzt, aber die Nuggets die raus stechen, sind ganz klar „Heroes“, „Nightmare Serenade“, „Crystal Tears“ und „Rock until we fall“.
Fazit :
Was war ich begeistert von den ersten Songs die mir die neue Scheibe „The X Generation“ serviert hat. Leider kam so ab der Hälfte die Ernüchterung. Das Niveau kann leider nicht ganz gehalten werden. So vermasseln sich CRYSTAL TEARS eine noch höhere Note. Schlecht ist die Platte aber bei weitem nicht. Mit dem neuen Sänger Ian Parry scheint man nun wirklich den passenden Frontmann mit der richtigen Stimme gefunden zu haben und die Anspieltipps zeigen, dass die Band es durchaus kann und viel Potential hat. Also Jungs das nächste Mal einfach ein wenig mehr Konstanz über die gesamte Platte und dann bin ich mir sicher erwartet uns ein richtiger Kracher! Gute 8 Punkte ist mir das neue Output wert und das ist doch auch eine recht gute Leistung oder? Freunde von gut gemachten Power Metal sollten hier auf jeden Fall ein Ohr riskieren.
Trackliste:
01. Inner Spirit 02. Heroes 03. Nightmare Serenade 04. Empty Paradise 05. Crystal Tears 06. In the Beginning 07. Rock until we fall 08. Predators 09. Flesh ‘N’ Bone 10. The X Generation
Julian
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