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Band: Cold Album: Superfiction Spielzeit: 45:52 min Plattenfirma/ Vertrieb: Eleven Seven Music Homepage: www.coldarmy.com VÖ: 22.07.2011 Wertung: 7 von 10 Punkten
Lange Zeit hat man nichts mehr von den Post Grunge Rockern von COLD gehört. Die Band, die sich ursprünglich GRUNDIG nannte, dann aber Probleme mit einem bekannten Unternehmen deswegen bekam und mit dem 2003er Album „Year Of The Spider“ sogar Platz drei der amerikanischen Billboard Charts erklimmen konnte, hat sich wieder zusammengerauft. Gut, „Year Of The Spider“ war damals eher ein One-Album-Wonder, wenn man es so nennen darf, da bereits das nachfolgende „A Different Kind Of Pain“ nicht mal annähernd in Gold Regionen vorstieß und mit zur Trennung der Band im November 2006 beitrug. In den Staaten waren COLD tatsächlich mal eine große Nummer, bei uns in Europa ist ihnen bisher der Erfolg fast komplett verwehrt geblieben. Was bietet uns nun „Superfiction“ an? Die Presseinfo kündigt zwölf Geschichten voll von Heldenmut, gebrochenen Herzen und deren Heilung an. Und man kann durchaus emotionale Stücke auf „Superfiction“ finden. „So Long June“ zählt beispielsweise dazu, ein moderner Rocksong, der mit schwermütiger Elegie, einer interessanten Melodieführung und einem grandiosen Refrain meinen Ohren schmeichelt. Oder auch das erste Stück des Albums „Wicked World“, welches auch als Single ausgekoppelt wurde, weckt in mir freudige Emotionen und lässt mich auf mehr hoffen. Auch „American Dream“ dürfte allen Fans von NICKELBACK gefallen. Denn ähnlich wie die Kanadier setzen COLD auch auf eingängige radiotaugliche Melodien und lassen ein wenig die Ecken und Kanten vermissen. Mir ist das alles zu glatt gebügelt. Und leider haben sich auch einige arg durchschnittliche Langweiler auf die Platte geschlichen, die wirklich beim fünfzehnten Hören noch immer an einem vorbei rauschen ohne auch nur ansatzweise hängen zu bleiben. Allerdings steigern sich COLD gegen Ende des Albums nochmal und belohnen das Durchhaltevermögen mit dem stimmungsvollen „Flight Of The Superstar“ und der gefühlvollen „Ballad Of The Nameless“. So kann ich der Hälfte der Songs richtig viel Potenzial attestieren, die andere Hälfte ist aber leider zu schwach, um mehr als eine ordentliche Wertung zu erreichen. Trotzdem freut es mich, dass COLD wieder zu den Lebenden gehören und hoffe auf mehr vom Schlage „So Long June“, der mein Anspieltipp bleibt.
Trackliste: 1. Wicked World 2. What Happens Now 3. American Dream 4. The Break 5. Welcome2MyWorld 6. Emily 7. Crossroads 8. Delivering The Saints 9. So Long June 10. The Park 11. Flight of the Superstar 12. The Ballad of Nameless
Markus
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