|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
|
|
|
China, Room77, Delta Black Ingolstadt, Paradox 20.05.2011
Das Paradox in Ingolstadt hat mal wieder geladen und mit den alten Haudegen von CHINA eine Schweizer Band in das Herz Bayerns geführt, welche uns alle mit einem tollen Comebackalbum überzeugen konnte. Davor sollten mit DELTA BLACK und den Lokalmatadoren ROOM77 um den Fussballprofi Andy Görlitz (FC Ingolstadt, Ex-Bayern München) ordentlich einheizen. Leider waren für einen Freitag relativ wenige Leute anwesend, als die Straubinger DELTA BLACK pünktlich die Bühne enterten.
|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
Stilecht in Spandexhosen und haarspraystrotzenden Mähnen versuchten die jungen Burschen die spärliche Menge für sich zu gewinnen. Und es wurden tatsächlich doch ein paar Nasen mehr vor der Bühne, denn bei den Coversongs wie „Girlschool“ oder „I'm Eighteen“ (ALICE COOPER) oder auch MANOWARS „Metal Warriors“ konnte der Großteil des Publikums zumindest die Takte mitwippen. Das Stageacting war leider nicht ganz so professionell wie das Outfit und Bassist sowie Sänger (keine Ahnung wie die heißen – steht nicht mal auf der Myspace-Seite – ihr habt doch bestimmt lustige Pseudonyme, oder?) schauten manchmal ein klein wenig ängstlich aus der Wäsche. Ganz anders der Mann an der Gitarre, der sämtliche Posen der 80er Jahre wohl mit der Muttermilch aufgesogen hat, denn damals dürften sämtliche Bandmitglieder wahrscheinlich gerade erst geboren worden sein. Insgesamt eine halbwegs kurzweilige halbe Stunde.
|
|
|
|
 |
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
Als dann die Görlitz Brüder Make und Andy samt Band die Bühne betraten, waren wirklich noch mehr Leute im Paradox anwesend. Neben einigen Mannschaftskollegen wie Andi Buchner waren also nicht wenige gekommen, um einen Profifussballer bei seiner zweitliebsten Beschäftigung zu sehen, der Musik. Doch ROOM77 besteht nicht nur aus den beiden Görlitz Jungs, mit dem überaus agilen und tough spielenden Bassisten Manu Riesemann, dem ordentlich Groove gebendenen Michi Kratzl und Tem Demirbolat, der an der Gitarre wirklich richtig coole Soli zauberte, haben ROOM77 hier eine gute Aufstellung am Start. Rein musikalisch um einiges moderner als die beiden anderen Bands ausgerichtet, war der Alternative-Indie-Rock teilweise recht schön anzuhören. Und auch anzusehen.
|
|
|
|
 |
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
Sei es „Not A Hero“ vom aktuellen Album „At Home“ oder auch Stücke wie „Never Let You Go“, hier war ehrliche bodenständige Rockmusik zu hören. Gut, um in die Champions League aufzusteigen, fehlen doch noch ein paar richtige Hits am Start, mich hat die Band trotzdem überzeugt. Sie sind auf dem richtigen Weg und hier war neben der Musik auch die Performance auf der Bühne schon sehr professionell.
|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
Als nach einer etwas längeren Umbauphase dann der eigentlich Headliner des Abends auf die Bretter, die die Welt bedeuten, trat, waren unverständlicherweise schon einige Leute gegangen. Anscheinend waren ROOM77 tatsächlich die Band, die den stärksten Zuschauermagneten an diesem Abend für sich verbuchen konnten. Und ich wurde von CHINA dann leider auch ein wenig enttäuscht. Während das Comebackalbum vor Energie sprüht, haben die Schweizer es an diesem Abend nicht geschafft, den Funken ins Publikum überspringen zulassen. Doch fangen wir von vorne an. Mit dem mächtigen „Light Up The Dark“ vom aktuellen Silberling haben sie zumindest den richtigen Einstieg gewählt. Denn die restliche Setlist kam mir dann etwas überraschend daher, da nicht wirklich ein guter Spannungsbogen aufgebaut wurde.
|
|
|
 |
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
Bereits das folgende „Can't Call It Working“ oder auch „Dead Lights“ nahm der Band irgendwie den Schwung. Während Beat Kofmehl am Bass mit Dauergrinsen und ordentlich Posing versucht für Stimmung zu sorgen, steht Mack Schildknecht mit seiner Gitarre fast die ganze Zeit im dunklen linken Eck, auch Claudio Matteo an der ersten Gitarre hat, wie man in Fussballerkreisen sagt, erstmal den Bewegungsradius eines Bierdeckels. Das ändert sich zum Glück später. „Lonely Rider“, „Shout It Out“ oder auch „She's So Hot“ habe ich allerdings mit mehr Power in Erinnerung. Wenigstens gab es ordentlich zum Schmunzeln als ein betrunkener Zuschauer bei letzterem Song, Sänger Eric St. Michaels ständig seine Bierwampe entgegenstreckte. Dies ging allerdings irgendwann so weit, dass die Band beinahe ihren Roadie einschalten musste, um den aufdringlichen „Fan“ zu entfernen. Dieser trollte sich dann aber zum Glück von selbst.
|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Sänger Eric St. Michaels war an diesem Abend ansonsten zwar stimmlich halbwegs gut zu Gange, seine Bühnenperformance konnte mich nicht überzeugen. Trotz Ausflügen ins Publikum. Mitreißendes professionelles Auftreten auf einer Bühne sieht für mich in Teilen anders aus. Als sich der Gig mit „Girl On The Screen“ und 2 Gläsern Jackie Cola für Eric langsam dem Ende näherte, war bezeichnenderweise auch das Dauergrinsen aus Beats Gesicht verschwunden. Gut, der größte Hit „In The Middle Of The Night“ wurde ja auch gespielt, warum aber das von ein paar wenigen der noch verbliebenen Zuschauern geforderte „Sign In The Sky“ nicht gespielt wurde, verriet mir im Nachhinein erst der Blick auf die abfotografierte Setlist. Da war er einfach nicht vertreten. Für mich war der Auftritt CHINAs eher eine Enttäuschung, denn mehr als eine mittelmäßige Show brachten sie ehrlich nicht zustande. Schade. Aber vielleicht wird es beim nächsten Mal ja besser. Und hoffentlich sind beim nächsten Konzert im Paradox auch einige Zuschauer mehr anwesend.
Markus
|
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
 |
|
|
|
|
 |
|
|
|
|