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Ganze 5 Jahre haben die Frankfurter Peter Degenfeld-Schonburg (git.) und Christopher Tarnow (key.) an den Stücken für das Debüt Album von BEYOND THE BRIDGE gearbeitet, ehe dieses fast 7 Jahre nach den Anfängen nun über Frontiers Records erscheint. Da muss in der Zwischenzeit verdammt viel Wasser den Main hinunter geflossen zu sein, doch ehrlich, nach mehrmaligem Anhören von "The Old Man & The Spirit" bin ich für jede Minute froh. Denn nur so wurde daraus solch ein vortreffliches Progmetal Album, das es zwar mit den ganz großen Meisterwerken des Genres noch nicht ganz aufnehmen kann, den Großteil der Konkurrenz aber mit Schmackes an die Wand bläst. Vergleiche zu ziehen ist glücklicherweise fast unmöglich, mal schimmert ein wenig DREAM THEATER durch, dann SYMPHONY X, dann sogar ANGRA oder BLIND GUARDIAN, doch immer klingt es eindeutig nach BEYOND THE BRIDGE. Großen Anteil daran hat sicherlich Frontmann Herbie Langhans, der mit seiner kraftvollen Stimme a la JORN viele der piepsigeren hoch tönenden Konkurrenten weit hinter sich lässt. Als vollkommener Glücksgriff erweist sich auch die weibliche Stimme von Dilenya Mar, die sowohl alleine als auch im Duett mit Herbie für Gänsehautmomente sorgen kann. Und auch hier wird nicht genretypisch hoch geträllert, sondern immer dem jeweiligen Song angepasst die schönen Gesangsmelodien intoniert. Glücklich schätzt sich, wer solch talentierten Musiker in seinen Reihen hat. Dass auch die Instrumentalfraktion mindestens ebenso gut ist beweist "Triumph Of Irreality" bei dem sich diese auch voll austoben können, ungewöhnlicherweise sogar relativ früh auf dem Album. Doch ansonsten kann ich schlecht einzelne Stücke herausheben, denn das gesamte Album wirkt wie aus einem Guss und bei jedem einzelnen Song fallen tolle Breaks oder geniale Momente auf. Wer auf die ruhigere Seite des progressiven Metals steht, muss unbedingt in "World Of Wonders" reinhören, wer es episch und pompös mag ist bei "Where The Earth And Sky Meet" gut aufgehoben und wer die harte Seite, dem Metal, den Vorzug gibt, sollte sich mit dem "Doorway To Salvation" die Ohren spülen lassen. Grund zur Kritik ist so gut wie keine vorhanden, von daher kann ich locker 8,5 sehr gute Punkte vergeben, die nur ganz knapp an der 9 vorbei schrammen. Und das auch nur weil die wirklich genialen Momente noch ein wenig fehlen und ich noch Luft nach oben benötige, falls sich was neues ankündigen sollte.
Markus
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