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bai bang - livin my dream
Schwein schwarz copy klein

Rockt Wie Sau!

Band: Bai Bang
Album: Livin´ My Dream
Spielzeit: 35:09 min
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 27.07.2011
Homepage: www.baibang.se
WERTUNG: 9,5 von 10

Wer solch alte Hasen wie die Schweden BAI BANG schon lange nicht mehr auf dem Radar hatte, nachdem sie sich in der Vergangenheit desöfteren mal eine längere Pause zwischen den Releases gegönnt hatten, der hat sich spätestens 2009 bei „Are You Ready“ die Augen gewischt, denn schon dort  konnte man die Band um Shouter Diddi Kastenholt in Höchstform erleben. Jetzt stehen die Jungs mit ihrer neuen Platte „Livin My Dream“ in den Startlöchern, nach gerade mal 2 Jahren – Respekt! Wer BAI BANG noch nicht kennen sollte, für den habe ich hier eine kurze Beschreibung: eine Mischung aus WIG WAM, THE POODLES, H.E.A.T., SWEDISH EROTICA und RECKLESS LOVE – na, alles klar?

Definitiv sind die Schweden auf ihrem neuen Dreher „Livin´ My Dream“ auf jeden Fall eines – hochmotiviert und in erneut Topform, auch wenn solche Referenzen wie WIG WAM oft schamlos in die eigenen Songs interpretiert werden. Aber nach dem letzten Album der POODLES („Performocrazy“), das doch ein wenig geschwächelt hat, lauern BAI BANG wie ein Löwe, um den Kollegen vielleicht den ein oder anderen Fan vor der Nase wegzuschnappen – und auch WIG WAM sollten sich mit dem Nachfolger von „Non Stop Rock´n Roll“ anstrengen.

„Livin´My Dream“ ist erneut ein strammer 10-Tracker geworden, der mit 35 Minuten wie der Vorgänger etwas kurz ausgefallen ist, kann aber mit praktisch jedem Song die Gehörgänge auf die beste Weise durchblasen: Rock´n Roll Party In The Streets sage ich da nur. Und auch wenn der deutsche Sommer seinem Ruf mal wieder alle Ehre macht, können BAI BANG mit ihrem Hitalbum auch bei aktuell 12 Grad Celsius und Regen (ja, ich rede von der Tagestemperatur am 20. Juli 2011) eine unvergessliche Sommerparty starten.

Als Anspieltipp nutze ich dieses Mal gleich die ganze Trackliste, die Ihr unten findet, denn es gibt am Songmaterial nichts auszusetzen, vom Anspruch mal abgesehen – aber dafür gibt es andere Bands und Stilrichtungen. „Livin´ My Dream“ ist mordsmäßig melodiös, gnadenlos eingängig und steckt mit seiner guten Laune einfach an. Natürlich sind einige Elemente ziemlich poppig (aber das machen die Kollegen von RECKLESS LOVE auch nicht anders) und der Sound ist ein bisschen holprig, aber das ist nur ein klitzekleines Wölkchen am Himmel, von dem absolut keine Gefahr für BAI BANG ausgeht.

Die Schweden bekommen von mir ganz spontan 9,5 Punkte für ein megageiles Party Rock Album randvoll gefüllt mit Hits!

Trackliste:

01. We´re United
02. Livin´ My Dream
03. Come On
04. Rock On
05. Stay
06. Gonna Have It All
07. Tonight
08. Rock It
09. Die For You
10. Put On Her Dress

Stefan

bai bang - are you ready

Band: Bai Bang
Album: Are You Ready
Spielzeit: 33:56 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Metal Heaven/Soulfood
Veröffentlichung: 24.04.2009
Homepage: www.myspace.com/baibang
Wertung: 8,5
Zwar stehen schon 3 Alben der schwedischen Rocker im heimischen Schrank herum, aber bis dato war BAI BANG für mich immer mit dem Prädikat „kann man haben, muss man aber nicht“ verbunden. Das soll sich aber mit dem neuen Longplayer „Are You Ready“ ganz schnell ändern. Nicht im Traum hätte ich Songs wie „Born To Rock“, „Party Queen“, „Are You Ready, I´m Ready“ oder „We Come Alive“ von den Schweden erwartet. Dieser Silberling ist seit dem Jahr 1989, in dem das Debüt das Licht der Welt erblickte, Langrille nummero 5 (die Best Of von 2005 mal nicht mitgerechnet). Und nach 20 Jahren im Biz kommen die Songs natürlich dementsprechend abgebrüht daher, aber die Schnittmenge aus BON JOVI, DEF LEPPARD oder WIG WAM macht dieses Album zu einem Muss für die nächste Rockparty. Schade nur, dass der Spaß nach einer guten halben Stunde schon wieder vorbei ist. Da hätten sich Shouter Diddi Kastenholt, Gitarrero Pelle Eliaz, Basser Joacim Sandin und Schlagwerker Jonas Langebro noch ein paar coole Nummern einfallen lassen können, um „Are You Ready“ etwas länger zu gestalten. Aber lieber 10 Songs, die ordentlich knallen, als 15, von denen über die Hälfte Mist ist. OK, ein oder zwei weniger starke Kompositionen haben sich schon eingeschlichen, aber es gibt wohl kaum Alben, die ohne etwas schwächere Titel auskommen. Passend zur Spielzeit fällt diese Rezension auch etwas kürzer aus, aber eigentlich ist alles gesagt. Coole Partyscheibe, die zwar keinen großartigen Tiefgang besitzt, aber wer hat behauptet, dass Poser- bzw. Sleazerock anspruchsvoll sein soll? Ich bin auf jeden Fall bereit für die „Big Time Party“ – Cheerz!
Stefan

 

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