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Band: Avantasia
Album: The Wicked Symphony und Angel Of Babylon
Spielzeit: 60:43 min. und 59:06 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Nuclear Blast
VÖ.: 02.04.2010
Homepage: www.tobiassammet.com und www.myspace.com/tobiassammet
Wertung: 8 von 10
Da beide Alben ja gleichzeitig erschienen sind und auch textlich sowie musikalisch zusammen gehören gibt es hier nun ein Doppelreview mit einer Gesamtpunktzahl und einer Einzelbewertung.

"The Wicked Symphony"
Der Titeltrack ist gleichzeitig der Opener der Scheibe und entspricht mit seinen bombastischen Arrangements den ersten beiden Avantasia Werken.
Weiter geht es mit "Wastelands", einer Speed Nummer die durch den Gesang von Michale Kiske veredelt wird. Im anschliessenden "Scales Of Justice" darf Tim Owens zeigen dass er einer der besten Metalsänger ist. Das aggressive Riffing und die Härte des Songs passt einfach perfekt zum Ripper. "Dying For An Angel" widerrumm passt zu Klaus Meines Stimme wir die Faust aufs Auge. Zwar sehr poppig die Nummer aber der Refrain kann einfach alles.
Nach dem furiosen Start kommt der erste kleine Absacker. "Blizzard On A Broken Mirror" plätschert einfach an mir vorbei. Auch der Gesang von Andre Matos kann die Nummer nicht retten. Zudem ist die Nummer viel zu lang. Mit "Runaway Train" folgt dann aber nochmal ein Aufbäumen vor dem totalen Versinken in der Belanglosigkeit. Jorn Lande und Bob Catley hieven diesen Song mit ihren überragenden Gesangsleistungen über alle anderen Songs des Rundlings. "Crestfallen" ist ein alternativ angehauchter Song mit einem grauenhaften Refrain und auch Jorn Lande mag die Nummer nicht besser machen.
"Forever Is A Long Time" plätschert langweilig vor sich hin und erst "Black Wings" mit Ralf Zdiarstek mag über die Enttäuschung der letzten zwei Tracks hinwegtrösten. "States Of Matter" mit Russell Allen ist gut und der Abschlusstrack "The Edge" kann nichts ausser langweilen.

Einzelbewertung für "The Wicked Symphony": 7,5


"Angel Of Babylon"
Das zweite Album geht ebenfalls mit einem Longtrack los. "Stargazers" gehört ganz klar zu den besten Kompositionen die der Tobi in den letzten Jahren verbrochen hat. Und über den Gesang von Kiske, Lnade und Allen muss man eh keine Worte verlieren.
Es folgt der Titeltrack der ganz nett ist aber auch nicht wirklich als überragend zu bezeichnend ist. "Your Love Is Evil" ist ein ganz brauchbarer Rock Song, mehr aber auch nicht. Nun Wirds aber wieder genial. "Death Is Just A Feeling". Definitiv die beste Nummer der beiden Alben und dem Mountain King perfekt auf den voluminösen Leib geschrieben. Alleine der Anfang ist so überirdisch dass ich jedesmal beim hören der Nummer aussteigen könnte. Es gibt keinen zweiten Sänger der diese Kindermelodie so fies und abartig klingen lassen kann wie Jon Oliva. Auch ansonsten ist der Song ganz grosse Kunst. Die Melodieführung, der Tempowechsel zwischen Strophe und Refrain. Fein.
Nun wird es arg durchschnittlich. "Rat Race" nennt sich die Nummer die auch gar nichts kann. "Down In The Dark" ist zwar auch nicht die grosse Songwritingkunst aber der Refrain hat mich einfach. Kommen wir also nun zur obligatorischen Tobi Ballade. "Blowing Out The Flame" langweilt und saugt gehörig. Definitiv ein Song zum skippen. Die grösste Überraschung der beiden Alben stammt aus der Feder von Sascha Paeth und trägt den Titel "Symphony Of Life". Die Sängerin Cloudy Yang hat zwar ein relativ dünnes Stimmchen doch passt es zu diesem schwermütigen Song wie der Arsch auf n Eimer. Der Song musste sich entwickeln aber inzwischen einer meiner Favoriten auf den Alben. "Alone I Remember" startet mit einem coolen Rock'n Roll Vibe und wird mit Einsatz des Refrains zum absoluten Tiefpunkt der Scheibe. "Promised Land" kriegt die Kurve nochmal und entpuppt sich als schöner schneller Stampfer mit geilem Refrain und Jorn Lande in Höchstform.
Zum Abschluss wird richtig kitschig. "Journey To Arcadia" ist klebrigster, übelster, schmalzdurchzogener Dreckskitsch der schlimmsten Art. Die Gesangsleistung aller Beteiligten ist zwar durchweg gut, nur wenn man miese gesangslinien hat kann man singen wie man will. Es wird nicht besser.

Einzelbewertung für "Angel Of Babylon": 8,5

Gesamtwertung
Meiner Meinung nach hätte man aus den beiden durchwachsenen Alben ein richtig geiles Geschoss machen können.
Zu viele Plätschernummern und halbgare Songs rechtfertigen die Veröffentlichung von zwei Alben zu keiner Sekunde. Musikalisch ist Tobi den auf "The Scarecrow" eingeschlagenen Weg weiter gegangen. Weniger Metal und mehr Rock ist heute der Leifaden. Die Instrumentalfraktion besteht nur aus Könnern und von daher gibts hier nichts zu motzen. Auch die Sänger sind absolute Könner und sich über die Leistung von Lande, Allen oder Kiske auszulassen ist wie Eulen nach Athen zu tragen.

Wenn man also beiden Alben zusammenfasst kommt man zu ner glatten 8 als Wertung.
Steve

 

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