Schwein schwarz copy klein Rockingboy Banner
ANGELS OF BABYLON - Kingdom Of Evil

Band: Angels Of Babylon
Album: Kingdom of Evil
Spielzeit: 49:23 min
Plattenfirma: Metal Heaven
Veröffentlichung: 29.01.2010
Homepage: www.myspace.com/officialangelsofbabylon
Wertung: 7, 5
Liebe Leser hier haben wir es mit einer Art Supergroup des Heavy Metal zu tun.
Initiator der Band ANGELS OF BABYLON ist der Ex MANOWAR und aktuelle HOLY HELL Schlagwerker Rhino. Dieser schaarte die unbekannten Ethan Brosh (Gitarre), David Fefolt (Gesang) und als Sahnehäubchen Ex Megadeth Bassist Dave Ellfson um sich, um mit ihnen zusammen seine seit langem gereiften Songs einzuspielen. Denn was viele nicht wissen Rhino hat sich nach seinem Ausstieg 1995 bei MANOWAR auf dem Gebiet der Produktion und des Songwritings fit gemacht.
Anzumerken ist noch das Rhino nicht nur das Schlagzeug beherrscht, sondern auch das Piano. Dies dürfte ihm natürlich beim Schreiben der Songs behilflich gewesen sein. Die musikalische Ausrichtung der Band ist natürlich, wen verwundert es bei den Beteiligten, US Power Metal im Stil von ICED EARTH.
So dann schauen wir mal ob sich das lange Reifen, laut Rhino haben manche Stücke schon Jahre auf den Buckel, gelohnt hat.
Los geht es mit „Conspiracy Theory“. Die Drums eröffnen den Song und geben auch die ganze Zeit über den Ton an. Das gibt dem Ganzen einen recht schönen Groove.
Das Stück gehört mit zu den epischeren und komplexeren auf der Scheibe. Ist aber vielleicht nicht ganz die beste Wahl als Opener, da der Zugang zu komplexeren Sachen ja immer schwieriger ist. Ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen. Klasse Struktur, Abwechslung und Melodien. Feines Stück.
Es folgt „Apocalypse 2012“. Ein Pianoeinstieg mit Gitarrenbegleitung eröffnet den Song, bevor der Rest der Instrumente einsetzt. Der kräftige Gesang von David Fefolt setzt ein und man ist erneut mittendrin in einer Epiknummer. Der Chorus ist auch sehr eingängig und damit setzt sich der Song schon nach zweimaligem Hören tief im Ohr fest.
Nun folgt Song Nummer 3 „Night Magic“. Dieser ist nun vollkommen anders aufgebaut als seine Vorgänger. Kein Epik nur Power und ein treibender Rhythmus mehr braucht es nicht damit der Song begeistert. Hier wachsen alle Protagonisten über sich hinaus. Egal ob es die Rhythmus, Lead oder Gesangfraktion ist, alle liefern hier einen super Job ab. Hervorheben möchte ich hier aber mal Sänger David. Seine Stimme passt perfekt zum Song und verleiht im etwas Aggressives und dunkles, welches gut passt. Eine gut zugängliche Nummer der man sich nicht entziehen kann.
Gefällt mir wirklich gut.
Stück Nummer 5 „Oh how the Mighty have fallen“ ist ähnlich gestrickt. Hier kommen ganz klar die US Power Metal Einflüsse zur Geltung. Schöner Aufbau und Struktur, knackige Riffs und Soli. Mir ist der Song aber, vor allem vom Chorus her, etwas zu einfach gehalten. Trotzdem kann man der Nummer einiges abgewinnen.
So Freunde jetzt kommen wir zum namensgebenden 7. Stück der Platte. „Kingdom of Evil“ hält alles bereit was man sich so wünschen kann. Schöner und interessanter Einstieg mit spanischen Gitarrenklängen, treibendes Drumming, dezenten Keyboards, geradliniger Aufbau der im Chorus mündet. Zwischendrin noch einen epischen Mittelteil und fertig ist der beste Song der Platte.
Klasse was die Jungs hier geschaffen haben!
ANGELS OF BABYLON haben natürlich auch einen Bandsong. Dieser folgt an 9. Stelle und ist selbstbetitelt „Angels of Babylon“. Wieder erwartet uns eine epische Nummer.
Ähnlich wie beim 7. Stück „Kingdom of Evil“ geht es mit einer sanften Einleitung mit Keyboarduntermalung los. Das Keyboard bleibt auch im weiteren Verlauf ständig im Hintergrund präsent. Ansonsten ist der Song im Midtempo Bereich angesiedelt und groovt beständig vor sich hin. Ich würde es mal so formulieren, nichts aufregendes aber auch nichts Schlechtes. Einfach eine gute Nummer.

Tracks in die ihr Reinhören solltet sind: „Apocalypse 2012“, „Night Magic“ und „Kingdom of Evil“



Fazit :

Das Debüt von ANGELS OF BABYLON ist recht ordentlich gelungen. Es ist zwar nicht alles Gold was glänzt, denn die Songqualität variiert doch ziemlich. Man merkt den Stücken aber an das sie eine lange Entwicklungszeit hinter sich haben. Instrumental gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Die Jungs verstehen ihr Handwerk. Vor allem Sänger David Fefolt und Rhino selbst verdienen hier besondere Erwähnung. Sie liefern einen guten Job ab und das ist vor allem bei David Fefolt erstaunlich, da er ja quasi aus dem Nichts kam. Ich glaube von ihm werden wir noch eine Menge hören! Er singt auf seiner ersten Scheibe schon so stark wie manch anderer etablierter Shouter auf seiner dritten oder vierten Platte.
Wenn die Platte zwei, drei Songs mehr von der Qualität meiner genannten Anspieltipps hätte, wäre die Benotung wesentlich besser ausgefallen.
Trotzdem, bleibt unter dem Strich ein gutes Debüt, was aber noch ausbaufähig ist.
Die Ansätze sind aber auf jeden Fall da, das bei einer eventuellen zweiten Platte, sich das Ganze schon anders anhören könnte.
Metal Jünger die dem US Power Metal frönen sollten auf jeden Fall mal reinhören!
Ich würde mich auf jeden Fall freuen wenn ich mehr von den Jungs hören würde.

Trackliste:

01. Conspiracy Theory
02. Apocalypse 2012
03. Night Magic
04. Tear out my Heart
05. Oh how the Mighty have fallen
06. Tarot
07. Kingdom of Evil
08. The Remnant
09. Angels of Babylon
10. Second Coming


Julian
 

Free Counter

 

 

Follow RockingboyMag on Twitter

 

Schwein schwarz copy klein
Schwarz gif