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ANGELINE - Confessions

Band: Angeline
Album: Confessions
Spielzeit: 49:47 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Avenue Of Allies/H´art
Veröffentlichung: 18.06.2010
Homepage: www.angelinetheband.se oder www.myspace.com/angelinetheband
Wertung: 8,5 von 10
Die Schweden ANGELINE existieren insgesamt schon über 20 Jahre, denn bereits 1987 fiel der Startschuß für ein paar Teenager, die zusammen Musik-Wettbewerbe bestritten und hier und da ein paar Demos aufnahmen. Dass die Band mit ihrem Debüt bis heute warten musste, war einigen unglücklichen Umständen zuzuschreiben. Der wohl schmerzlichste Verlust war dabei Sänger Jörgen “Sigge” Sigvardsson, der 1995 aufgrund seiner Herzschwäche verstarb. Zwischen 1997 und 2001 verdiente man sich seine Brötchen als Coverband, anschließend löste sich ANGELINE sogar zwischenzeitlich auf. Erst 2007 zum 20-jährigen Jubliäum bechloß man, für einen einzigen Gig wieder gemeinsam auf die Bühne zu gehen und auch zu Ehren ihres verstorbenen Sängers noch einmal die Schwarte krachen zu lassen. Dort müssen Sänger und Gitarrist Jocke Nilsson, Gitarrist Janne Arkegren, Bassist Uffe Nilsson und Schlagwerker Tobbe Johnsson ordentlich Feuer gefangen haben, denn anschließend begannen die Jungs, neue Songs zu schreiben und nach 23 Jahren endlich ihr richtiges Debütalbum zu veröffentlichen. Bereits 1990 entstand eine EP, gefolgt von einer Single 1994 und einem Album mit Coverversionen 1997. “Confessions” enthält nun ein Dutzend Songs aus eigener Feder, wer aber denkt, dass ANGELINE aufgrund ihrer frühen Gründung ganz unverhohlen dem Retrosound fröhnen, der ist schief gewickelt. Schon der Opener “Pray!” gibt die Marschrichtung vor: Melodischer, moderner Hardrock ohne Schnörkel, dafür aber mit einem knochentrockenen Sound ausgestattet. Schöne Chöre zwischen einem Gitarrensound, der dem Erscheinungsjahr angemessen ist und einer gehörigen Portion Groove und Funk in den Riffs. Wer Vergleiche möchte, bitteschön: GUN meets U2 meets ELECTRIC BOYS meets die RED HOT CHILI PEPPERS oder D.A.D. zu “Helpyourselfish”-Zeiten. Hört sich ganz schön crazy an, ist es aber gar nicht, Songs wie das schon erwähnte “Pray!”, “Another Night (Without You)”, “Fuel To Your Fire” oder “Love & Affection” gehen runter wie Öl und machen dem Hörer eines klar: Gut Ding will manchmal doch Weile haben. “Confessions” ist ein tolles Album geworden von einer Band, die eigentlich schon aufgegeben hatte. Diese Scheibe wird ihnen aber hoffentlich genügend Schub geben, um in Zukunft weiterzurocken. Denn das haben die Schweden richtig gut drauf.
Stefan
 

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