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Band: Amoral Album: Show Your Colors Spielzeit: 44:52 min. Plattenfirma/Vertrieb: Spinefarm Records/Soulfood Homepage: www.amoralweb.com oder www.myspace.com/amoralweb Wertung: 7 Eigentlich waren AMORAL gerade dabei, sich in der Death Metal Szene einen Namen zu machen, ihre 3 Alben „Wound Creations“, „Decrowning“ und „Reptile Ride“ fanden eine immer größere Anzahl von Anhängern. Doch jetzt dürfte ihr viertes Langeisen „Show Your Colors“ die Fans gewaltig vor den Kopf stoßen. Denn mit Sänger Niko Kalliojärvi ist auch jeglicher Todesblei-Einschlag verschwunden, nichts erinnert mehr an vergangene Tage. Mit dem neuen Shouter Ari Koivunen halten bedeutend ruhigere Töne Einzug bei den Finnen. Das einzige, was den Sound der Vergangenheit noch ein wenig erahnen läßt, sind schnellere Songs bzw. Passagen wie z.B. bei „A Shade Of Grey“, bei denen der Double-Bass noch gelegentlich rumpelt. Der erste Song nach dem Intro „Random Words“ nennt sich „Release“ und könnte schon fast mit einer härteren Version der Landsmänner NEGATIVE umschrieben werden. Wobei diese Nummer richtig gut kommt und einen kleinen Hit abgeben könnte, der auch ein breiteres Publikum erreichen kann. „A Shade Of Grey“ enthält wie schon erwähnt ein paar Death-Einsprengsel, kommt aber ein wenig unspektakkulärer daher, „Year Of The Suckerpunch“ punktet mit einer Mischung aus progressiven Parts und einem eingängigen Refrain. Einen weiteren Hit der Marke „Release“ kann ich danach leider nicht mehr ausmachen, wobei „Perfection Design“ oder „Song For The Stubborn“ die Spitzen des Qualtiätsdiagramms darstellen. Äußerst ruhig geht es bei „Last October“ zu, einem Song, der komplett ohne Stromgitarren auskommt. Der treffend betitelte Rausschmeißer „Exit“ bringt noch einmal sechseinhalb Minuten Melodie, prägnante Riffs und leicht proggig anmutende Elemente. Den Sound von „Show Your Colors“ könnte man als sogenannte Hochglanzproduktion bezeichnen, wobei mir ein wenig die Ecken und Kanten fehlen, die die Songs noch lebendiger machen würden - es fühlt sich alles so glattgebügelt, man könnte auch sagen „klinisch“, an. Der vierte Streich der Nordmänner ist (alte Fans mögen es mir verzeihen) ein in großen Teilen gelungenes Werk, wobei die Eigenständigkeit und die Abgrenzung zu den (neuen) Genre-Kollegen noch zu wünschen übrig lässt. Stefan
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