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airbourne - no guts no glory
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Band: AIRBOURNE
Album: No Guts. No Glory
Spielzeit: 46:20 min
Plattenfirma: Roadrunner Records
Veröffentlichung: 05.03.2010
Homepage: http://www.myspace.com/airbourne
Wertung: 10 von 10
Festhalten und anschnallen Leute. Hier kommt das neue Werk der Aussi Rocker und designierten AC/DC Nachfolger AIRBOURNE. Hatte ihr quasi Debütalbum aus dem Jahre 2008 „Running Wild“ mächtig Staub aufgewirbelt und die Band über Nacht berühmt werden lassen, so sind die 4 Jungs nun angetreten um den aufgewirbelten Staub zu einer wahren Windhose wachsen zu lassen. Um es mal vorweg zu nehmen, nicht nur eine Windhose sondern ein wahrer Orkan ist entstanden.
Aber eins nach dem anderen. An der Bandbesetzung hat sich Gott sei dank nichts geändert. Die beiden Brüder O’Keefe bilden nach wie vor die Speerspitze der Band. Joel an der Gitarren und Gesangsfront, Ryan rührt im Hintergrund mächtig die Kessel. Dazu gesellen sich noch David Roads an der Rhythmus Gitarre und Justin Street am Bass.
So jetzt starten wir aber voll durch.
Gleich mit dem Opener „Born to kill“ zeigen uns AIRBOURNE was die Uhr geschlagen hat. Ab der ersten Note wird drauf losgerockt, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Man merkt richtig die Spielfreude der Jungs.
Die Gitarren sägen schön erdig, der Gesang ist dreckig, die Drums und der Bass legen einen Rythmusteppich das es eine wahre Freude ist zu zuhören!
So nachdem wir die erste Welle überstanden haben, folgt nun das schon vom Video her bekannte „No Way but the hard Way“. Langsamer als der Vorgänger, aber bei weitem nicht schlechter. Ein wahres Groovemonster überrollt uns hier und fräst sich quasi durch unsere Gehörgänge!
Ihr braucht ne Durchschnaufpause? Tja das könnt ihr vergessen. Mit „Blond, bad and beautiful“ liefern uns AIRBOURNE das nächste Highlight und die nächste Bewährungsprobe für unser Gehörgänge und sämtliche Extremitäten unseres Körpers. Diesen Song würden auch die alten Herren von AC/DC nicht besser hinbekommen und das sagt einer der einer glühender Anhänger der Gebrüder Young und Co ist! Der Chorus dieses Stückes hat es einen schon nachdem ersten Durchlauf angetan. Den bekommt man so schnell nicht mehr aus dem Kopf. Das garantiere ich euch.
Das erste wirklich etwas langsamere Stück zum kurz innehalten kommt erst mit Track 5 „Bottom of the Well“. Aber auch hier bleiben die Jungs ihrem Stil treu. Treibende Riffs, ein unsagbarer Groove, rotzfrecher Gesang und ein zynischer Text direkt aus dem Leben gegriffen erwarten uns.
Groovig und eingängig geht es weiter. Song 6 „White Line Fever“ könnte der nächste Livehit werden. Prima mitsingbar und zum feiern gedacht dürfte er die Konzertbesucher auf der aktuellen Tour bestimmt begeistern und zum schwitzen bringen.
Dasselbe Schema erwartet uns auch bei Stück 8 „Steeltown“. Wird es langweilig? Nein! Es macht dermaßen Spaß und man ist voll dabei und dreht einfach voll auf. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon die durchdrehenden Konzertbesucher nach diesem grandiosen Package an spitzen Livesongs.
So was hat die Platte den noch zu bieten was erwähnt werden muss? Track 11 „Armed and Dangerous“ zum Beispiel. Wieder so ein Groovemonster wo man einfach nicht stillsitzen kann und die Füße und Arme im Takt bewegt. Manch eine Band wäre froh ein solches Monster zu haben, AIRBOURNE haben tonnenweise davon.
Zum Schluss reißen mich die Jungs aber mit „Overdrive“ komplett aus meinem Sessel. Das Teil hat ein dermaßen treibendes Schlagzeug, der Wahnsinn! Wenn man so einen Song an den Schluss der Platte setzen kann, dann sagt das viel über die vorigen Stücke und die Qualität der gesamten Scheibe aus.

Anspieltipps:

Ihr wollt Anspieltipps? Sorry, aber das geht nicht. Die gesamte Platte ist der Hammer. Nur Highlights, jeder Song ein Treffer.

Fazit:

Der helle Wahnsinn was uns hier geboten wird! Ich sitze echt geplättet in meinem Sessel und frag mich was mich da gerade überrollt hat? Genau so und nicht anders muss richtiger Hard Rock klingen. Vergesst alle legitimen Erben von AC/DC. Hier stehen und spielen die einzig Wahren. Wie schon gesagt kann ich auf der gesamten Scheibe keine einzige Schwachstelle ausmachen. Gut, Innovation und viel Abwechslung darf man hier nicht erwarten. Aber hat das wirklich jemand nachdem Vorgänger erwartet? Also ich nicht.
Meine Erwartungen an den 2. Wurf sind auf jeden Fall voll erfüllt worden. Ich frage mich nur was da in Zukunft noch kommen mag und wie die Jungs diese Mörder Platte noch toppen wollen?
Apropos Mörder. Mein geschätzter Kollege Stefan hat zum Vorgänger gesagt Killeralbum. Das hier ist dann eindeutig der Serienkiller!


Trackliste:

01. Born to kill
02. No Way but the hard Way
03. Blond, bad and beautiful
04. Raise the Flag
05. Bottom of the Well
06. White Line Fever
07. I’ll aint over till it’s over
08. Steel Town
09. Chewin the Fat
10. Get busy Livin
11. Armed and Dangerous
12. Overdrive
13. Back on the Bottle

Julian
 

airbourne - runnin´ wild
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Band: Airbourne
Album: Runnin´ Wild
Spielzeit: 36:45 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Roadrunner Records
Homepage: www.airbournerock.com oder www.myspace.com/airbourne
Wertung: 9,5
Hallo Freunde gepflegter, rifflastiger, australischer Musik. Als allererstes gleich eine „ganz wichtige Frage“: kann diese Scheibe als Ersatz für eine neue und lang erwartete AC/DC-Langrille herhalten? Ja und nein, denn auf der einen Seite hauen AIRBOURNE durchaus in dieselbe Kerbe wie die bekanntesten Rocker Australiens. Andererseits ist dieses Quartett alles andere als ein Klon von Angus & Co. Die junge Band aus der Nähe von Melbourne ist gewissermaßen sogar etwas variabler als die großen Vorbilder, denn die 11 Songs auf ihrem Debüt sind eine wahre Achterbahnfahrt und halten vom „etwas gemütlicheren“ Bluesrock bis hin zum Uptempo-Rocker alles bereit, was ein abwechslungsreiches Album so bieten sollte. Nichtsdestotrotz gibt es schon alleine durch die Besetzung eine Art Verwandtschaft zu AC/DC, denn mit Sänger und Gitarrist Joel und Schlagwerker Ryan O´Keeffe spielen auch bei AIRBOURNE zwei Brüder in der Band. Sämtliche Stücke auf „Runnin´ Wild“ rocken heftigst nach vorne und sind auch in Sachen Sound erste Sahne. Produziert von Bob Marlette (ALICE COOPER, JOURNEY) und gemischt von Andy Wallace (NIRVANA, VELVET REVOLVER, SLAYER und 1000 mehr) kommt dieser Silberling wirklich perfekt um die Ecke und hat fast nur Granaten an Bord. Als Beispiele möchte ich mal „Diamond In The Rough“ nennen oder das mehr als geniale „Too Much, Too Young, Too Fast“, das Ihr auch als Video bei uns ansehen könnt. Die beiden vorher genannten Songs gehören eher zur Gattung der Midtempo-Tracks, was für meine Begriffe auch die große Stärke der Rocker aus Down Under darstellt. Trotzdem strotzen auch die übrigen Titel nur so vor Power, was das gleich an den Anfang gestellte „Stand Up For Rock´n Roll“, der Titeltrack oder „What´s Eatin´You“ zu hundert Prozent bestätigen. Im Gegensatz zur australischen Veröffentlichung (die Scheibe kam dort bereits 2007 raus) befindet sich auf der neuen Version als Rausschmeißer statt „Let´s Ride“ jetzt „Hellfire“, was den Gesamteindruck aber weder verbessert noch verschlechtert. Angesichts der 40 (!) für das Album geschriebenen Stücke verwundert es mich aber doch, dass es nicht noch das ein oder andere auf die 2008er Version geschafft hat. Jedoch steht das Album so auf jeden Fall für Klasse statt Masse, und das ist heutzutage leider viel zu selten geworden. Fazit: Wir haben es bei AIRBOURNE mit einer sehr talentierten, jungen Band zu tun, die zwar teilweise wie ihre Vorbilder klingt, sich aber auch genügend davon distanzieren kann, um die eigene kleine Nische zu erschaffen, in der sie ein absolut tolles Album abgeliefert hat. AIRBOURNE könnten das nächste grosse Ding werden, aber mit dieser Einschätzung bin ich sicher nicht der Erste. Wer also AC/DC, ROSE TATTOO oder RHINO BUCKET nicht gerade verachtet, für den ist AIRBOURNE absolut Pflicht!!! Dieses Album ist ein Killer!!!
Stefan
 

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