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Band: Airbourne Album: Runnin´ Wild Spielzeit: 36:45 min. Plattenfirma/Vertrieb: Roadrunner Records Homepage: www.airbournerock.com oder www.myspace.com/airbourne Wertung: 9,5 Hallo Freunde gepflegter, rifflastiger, australischer Musik. Als allererstes gleich eine „ganz wichtige Frage“: kann diese Scheibe als Ersatz für eine neue und lang erwartete AC/DC-Langrille herhalten? Ja und nein, denn auf der einen Seite hauen AIRBOURNE durchaus in dieselbe Kerbe wie die bekanntesten Rocker Australiens. Andererseits ist dieses Quartett alles andere als ein Klon von Angus & Co. Die junge Band aus der Nähe von Melbourne ist gewissermaßen sogar etwas variabler als die großen Vorbilder, denn die 11 Songs auf ihrem Debüt sind eine wahre Achterbahnfahrt und halten vom „etwas gemütlicheren“ Bluesrock bis hin zum Uptempo-Rocker alles bereit, was ein abwechslungsreiches Album so bieten sollte. Nichtsdestotrotz gibt es schon alleine durch die Besetzung eine Art Verwandtschaft zu AC/DC, denn mit Sänger und Gitarrist Joel und Schlagwerker Ryan O´Keeffe spielen auch bei AIRBOURNE zwei Brüder in der Band. Sämtliche Stücke auf „Runnin´ Wild“ rocken heftigst nach vorne und sind auch in Sachen Sound erste Sahne. Produziert von Bob Marlette (ALICE COOPER, JOURNEY) und gemischt von Andy Wallace (NIRVANA, VELVET REVOLVER, SLAYER und 1000 mehr) kommt dieser Silberling wirklich perfekt um die Ecke und hat fast nur Granaten an Bord. Als Beispiele möchte ich mal „Diamond In The Rough“ nennen oder das mehr als geniale „Too Much, Too Young, Too Fast“, das Ihr auch als Video bei uns ansehen könnt. Die beiden vorher genannten Songs gehören eher zur Gattung der Midtempo-Tracks, was für meine Begriffe auch die große Stärke der Rocker aus Down Under darstellt. Trotzdem strotzen auch die übrigen Titel nur so vor Power, was das gleich an den Anfang gestellte „Stand Up For Rock´n Roll“, der Titeltrack oder „What´s Eatin´You“ zu hundert Prozent bestätigen. Im Gegensatz zur australischen Veröffentlichung (die Scheibe kam dort bereits 2007 raus) befindet sich auf der neuen Version als Rausschmeißer statt „Let´s Ride“ jetzt „Hellfire“, was den Gesamteindruck aber weder verbessert noch verschlechtert. Angesichts der 40 (!) für das Album geschriebenen Stücke verwundert es mich aber doch, dass es nicht noch das ein oder andere auf die 2008er Version geschafft hat. Jedoch steht das Album so auf jeden Fall für Klasse statt Masse, und das ist heutzutage leider viel zu selten geworden. Fazit: Wir haben es bei AIRBOURNE mit einer sehr talentierten, jungen Band zu tun, die zwar teilweise wie ihre Vorbilder klingt, sich aber auch genügend davon distanzieren kann, um die eigene kleine Nische zu erschaffen, in der sie ein absolut tolles Album abgeliefert hat. AIRBOURNE könnten das nächste grosse Ding werden, aber mit dieser Einschätzung bin ich sicher nicht der Erste. Wer also AC/DC, ROSE TATTOO oder RHINO BUCKET nicht gerade verachtet, für den ist AIRBOURNE absolut Pflicht!!! Dieses Album ist ein Killer!!! Stefan
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